Coronavirus

Drive-In-Diagnose-Center in Düsseldorf jetzt in Betrieb

Nach der Anmeldung im Drive-In-Diagnose-Center geht es im Pkw zum Test ins Diagnose-Zelt. 

Nach der Anmeldung im Drive-In-Diagnose-Center geht es im Pkw zum Test ins Diagnose-Zelt. 

Foto: LAMMERT

Düsseldorf.  Das Coronavirus-Drive-In hat an der Mitsubishi-Halle am Dienstag, 9 Uhr, den Betrieb aufgenommen. Pro Stunde werden 18 Pkw abgefertigt.

Das Coronavirus-Drive-In-Diagnose-Center an der Mitsubishi-Halle hat am Dienstag, 9 Uhr, den Betrieb aufgenommen. Nach Terminvorgabe über die Infoline werden dort ab sofort zunächst Beschäftigte aus der so genannten „kritischen Infrastruktur“ – getestet. Das Prinzip gleicht tatsächlich dem eines Drive-In-Schnellstrestaurants. Am ersten Einsatztag wurden 18 Abstriche vorgenommen, teilte die Stadt mit.

„Personen, die über die städtische Hotline einen Termin bekommen haben, fahren mit ihren Fahrzeugen den Parkplatz vor der Halle an“, erklärt Thomas Hußmann von der Feuerwehr Düsseldorf. Dort melden sie sich an einem Schalter wie in einer Arztpraxis. Nachdem die Personalien und die Terminvergabe geprüft wurden, werden die Pkw zu einer der drei eingerichteten Fahrspuren geleitet. Die Abstriche werden dann unter Pavillons durch entsprechend eingewiesenes und geschultes Personal genommen, ohne dass die Fahrer aus dem Wagen aussteigen muss.

Feuerwehrchef: Kollegen können entlastet werden

„Die temporäre Station an der Mitsubishi-Halle ist eine gute Ergänzung zum bestehenden Testzentrum an der Witzelstraße. Damit haben wir die Möglichkeit, die Kollegen zu entlasten und mehr Tests in kürzerer Zeit durchzuführen“, sagt David von der Lieth, Leiter der Feuerwehr Düsseldorf.

Die logistischen und technischen Vorbereitungen wurden von der städtischen Veranstaltungstochtergesellschaft und Hallenbetreiberin D’Live getroffen. Vor Ort eingesetzt sind unter anderem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes, der Feuerwehr, des Sportamtes, des Schulverwaltungsamtes, der Bädergesellschaft Düsseldorf und der Firma Special Security Services.

Prozedere dauert nur zehn Minuten

Termine können durch die „Corona Hotline“ gemäß festgelegtem Abfragealgorithmus vergeben werden. Die Test werden in der Zeit von 9 Uhr bis 16 Uhr vorgenommen. Pro Kfz und Diagnose werden voraussichtlich zehn Minuten veranschlagt, so dass pro Stunde sechs Pkw pro Spur und somit 18 Pkw auf allen drei Spuren abgearbeitet werden können. Personen, die sich haben testen lassen, erhalten nach 24 bis 36 Stunden ihr Ergebnis, heißt es.

Mit Stand Dienstag, 17 Uhr, gibt es insgesamt 270 Düsseldorferinnen und Düsseldorfer, bei denen eine Infektion mit dem Coronavirus diagnostiziert wurde. Davon werden (Stand: 8 Uhr) 27 in Krankenhäusern behandelt, davon acht auf Intensivstationen – rund 375 Menschen befinden sich noch in häuslicher Quarantäne. Zwei ältere Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, die aber auch Vorerkrankungen hatten, sind bisher in Düsseldorf gestorben. Vier Personen sind inzwischen genesen.

Am Dienstag wurden 113 Abstriche im Diagnostikzentrum vorgenommen, hinzu kamen 14 mobile Abstriche. Beim Informationstelefon zu Corona unter 0211-8996090 wurden am Dienstag bis 16.30 Uhr insgesamt 897 Anrufe angenommen und beantwortet. Die Versorgungshotline des Amtes für Soziales unter 0211-8998999 verzeichnete am Dienstag bis 16 Uhr insgesamt 53 Anrufe.

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