Elektromobilität

Düsseldorf baut Elektro-Sprinter

Das Mercedes-Benz-Werk in Düsseldorf feierte den Produktionsstart des neuen Mercedes-Benz eSprinters.

Das Mercedes-Benz-Werk in Düsseldorf feierte den Produktionsstart des neuen Mercedes-Benz eSprinters.

Foto: Mercedes-Benz

Düsseldorf.  Mercedes-Benz startete in seinem Düsseldorfer Werk die Produktion des neuen Elektrotransporters.

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Die Elektroversion des Mercedes-Benz Sprinter wird nun in Düsseldorf gebaut. Das erklärte der Autokonzern in einer Mitteilung. Mit einer Veranstaltung für Mitarbeiter und geladene Gäste feierte das Mercedes-Benz Werk Düsseldorf am Donnerstag den Start der Serienfertigung des Mercedes-Benz eSprinter. Als Ehrengäste würdigten NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, und Oberbürgermeister Thomas Geisel diesen Schritt und das Engagement des Autoherstellers.

Hersteller investiert in zukunftsorientierte Technik

Seit 1962 baut der Stuttgarter Hersteller in Düsseldorf seine bekannten Transporter. Das Werk habe sich seither kontinuierlich weiterentwickelt und ist in den vergangenen Jahren zum weltweiten Sprinter-Leitwerk mit einer Führungsfunktion für die weiteren Standorte geworden, so Mercedes-Benz. Der Einsatz von zukunftsorientierten Technologien und deren konsequente Erprobung komme dem gesamten Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz Vans zu Gute.

Bedeutendes Werk für Mercedes

Bis heute wurden in Düsseldorf bereits mehr als 4,6 Millionen Fahrzeuge produziert, teilte das Unternehmen mit. Seit 2018 wird dort auch der neue Sprinter gefertigt, der dort bis heute bereits über 200.000 mal vom Band lief, um in aller Welt seinen Dienst anzutreten. Mit der Produktion des vollelektrischen eSprinter beginne nun eine neue Ära in Düsseldorf. Diesen in Düsseldorf zu bauen, so Mercedes-Benz, sei ein nächster Schritt für die Zukunft des Werks und auch des Herstellers selbst. Bereits im Vorfeld der Produktion des neuen Sprinter und der neuen Antriebsvarianten habe der Konzern in den vergangenen Jahren rund 330 Millionen Euro in den technischen Ausbau der Produktion investiert. Dabei sei bereits berücksichtigt worden, dass künftig sowohl konventionell angetriebene als auch vollelektrische Fahrzeuge auf einer Produktionslinie hergestellt werden können. Das schaffe enorme Flexibilität und ermögliche es, den Kunden- und Marktanforderungen zu entsprechen, betonte das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Flexibles Elektroauto

Neben den umfassenden Investitionen in die Produktionsanlagen habe das Werk auch massiv in die Schulung und Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter investiert. Seit der Entscheidung, den eSprinter in Düsseldorf zu bauen, habe sich das Werk zum Kompetenzzentrum für Elektroantriebe entwickelt und das entsprechend notwendige Know-how aufgebaut, so Mercedes weiter. Bis heute seien bereits mehr als 2.400 Mitarbeiter für den Umgang mit und die Montage von Hochvolttechnologien qualifiziert.

Der Mercedes-Benz eSprinter solle ein möglichst großes Anwendungsspektrum urbaner Mobilität abdecken, hieß es weiter. Die Reichweite betrage mit der Sandartausstattung rund 168 Kilometer. Eine zweite Batterieoption mache das Fahrzeug flexibler, damit es für seinen jeweiligen Einsatz entsprechend ausgerüstet werden könne. Für weitere Flexibilität sorgt auch die integrierte Schnellladefunktion, dank welcher innerhalb von 30 Minuten rund 80 Prozent der Energie nachgeladen werden können.

Schub in der Verkehrswende

OB Geisel erklärte dazu: „Ich begrüße die Entscheidung, den eSprinter in Düsseldorf zu bauen sehr. Das Werk in der Landeshauptstadt ist einer unserer wichtigsten Arbeitgeber und trägt seit Jahren zum Wohlstand der Stadt bei. Die Produktion des Elektroautos wird auch einen Schub bei der Verkehrswende geben, denn bisher sind emissionsarme, elektromobile Pkw und insbesondere Kleintransporter auf unseren Straßen leider immer noch die Ausnahme.“

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