Radverkehr

Düsseldorf bekommt neuen Radweg am Rheinufer

Eine Protected Bike Lane in Berlin Mitte. Einen solchen modernen Radweg soll es ab dem 13. Juni auch in Düsseldorf geben. Vorerst als temporäres Projekt bis Ende August. In diesem Zeitraum führt der neue Weg von der Tonhalle bis zur Merkur Spiel-Arena.

Eine Protected Bike Lane in Berlin Mitte. Einen solchen modernen Radweg soll es ab dem 13. Juni auch in Düsseldorf geben. Vorerst als temporäres Projekt bis Ende August. In diesem Zeitraum führt der neue Weg von der Tonhalle bis zur Merkur Spiel-Arena.

Foto: Maurizio Gambarini

Düsseldorf.  Der Düsseldorfer Verkehrsausschuss hat sich auf eine temporären Protected Bike Lane geeinigt. Sie soll mehr Platz für Radler schaffen.

Ein neuer Radweg führt nun von der Tonhalle zur Merkur Spiel-Arena. Das hat der Ordnungs- und Verkehrsausschuss (OVA) in seiner Sitzung am Mittwoch entschieden. Der Weg ist eine sogenannte „Protected Bike Lane“ und soll am 13. Juni eröffnet werden. Er führt über die Cecilienallee am Joseph-Beuys-Ufer entlang, über die Rotterdamer Straße. Das Projekt ist jedoch ein temporärer Pop-up Radweg und somit bis Ende August befristet. Anschließend soll eine langfristige Lösung her.

Wollen den Autos nichts wegnehmen

„Das ist eine gute Lösung“, sagt der Grünen-Fraktionschef Norbert Czerwinski. „Wie in anderen Städten auch haben wir mehr Platz für Radler geschaffen. Ich hoffe, die Verwaltung schafft es bis zum 13. Juni alles einzurichten.“ Die Ängste einiger Autofahrer, man wolle ihnen Platz wegnehmen, beschwichtigt er: „Wir wollen, dass alle Verkehrsteilnehmer genug Platz haben.“

Eine Kompromiss

Die Polizei hatte Bedenken geäußert, dass es wegen der Radspur auf dem Kennedydamm zu mehr Staus kommen könnte. Daher gelte die Spur zwischen Kennedydamm und Oberkasseler Brücke vor und nach den Sommerferien nur an den Wochenenden, also von freitags 18 Uhr bis sonntags 22 Uhr, sagt Czerwinski. „Während der Ferien gilt die Spur dann auch unter der Woche.“

„Den Fahrradfahrern wird hier eine sichere und attraktive Lösung geschaffen. Da sich die Verkehrssituation besonders am Joseph-Beuys-Ufer sehr eng gestaltet und der Autoverkehr sich aktuell wieder verdichtet, ist der zeitliche Kompromiss unseres Änderungsantrags eine gute Handlungsperspektive“, erklärt der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion Matthias Herz.

Schwarz-Gelb fordert langfristige Lösung

Für Andreas Hartnigk, CDU-Fraktionsvize, ist die Spur reiner Wahlkampf. „Das ist sinnlos. Wir wollen eine langfristige Lösung und keinen Pop-up-Radweg.“ Außerdem gebe es laut Polizei auch am Wochenende ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, so Hartnigk weiter. Daher habe seine Fraktion gemeinsam mit der FDP gegen den Pop-up-Radweg gestimmt. Durchgesetzt wurde das Projekt jedoch im Ausschuss dank der Stimmenmehrheit von SPD, Grünen, Linken und Freien Wählern.

Protected Bike Lanes nehmen eine ganze Fahrspur ein und heben sich somit baulich von herkömmlichen Radwegen ab.

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