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Düsseldorf-Kaiserswerth - Die Pfalz am Rhein

Düsseldorf.  Kaiserswerth hat sich sein malerisches Bild bewahrt. Es ist seit 1929 ein Stadtteil im Norden von Düsseldorf, direkt am Rhein gelegen. An kaum einer anderen Stelle in Nordrhein-Westfalen sind Historie und Gegenwart der internationalen Metropole so dicht beieinander.

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Wandelt man nur auf den Spuren Barbarossas, verliert man vielleicht die Gegenwart aus dem Auge. Aber es schärft sich der Blick für das, was in Kaiserswerth liebevoll erhalten und bewahrt worden ist.

Geschichte

Die Historie von Kaiserswerth geht bis ins 7. Jh. zurück, als ein fränkischer Fronhof zu einer befestigten Anlage ausgebaut wurde, zu Beginn des 8. Jahrhunderts kam das erste rechtsrheinische Benediktinerkloster hinzu.

Kaiser Friedrich Barbarossa verlegte den Rheinzoll hierher – Kaiserswerth wurde dem Kaiser viel wert, ein wirtschaftliches Zentrum.

Fast genau 100 Jahre später wurde die Festung an den Kölner Erzbischof verpfändet. Dann belagerten während der Kämpfe um die Vorherrschaft in Europa Spanier, Franzosen, Burgunder Pfalz und Stadt.

Die romantische Stadt am Rhein inspirierte Richard Strauss, Gerhart Hauptmann und Thomas Mann. St.Suitbertus.

Sehenswertes beim Stadtrundgang 

1. Start an der Information über Kaiserswerth, der Altstadt mit historischen Straßenzügen auf dem Stadtgrundriss aus dem Mittelalter

2. Tafel zur Diakonie

3. Bezirksverwaltungsstelle, Kaiserswerther Markt 23, Tel. 0211/89-93017, Fax 89-29175

Buchtipp 4. Info Kaiserswerther Markt 5. Gebäudegruppe Kaiserswerther Markt 9/11/13: Hausensemble aus der Barockzeit und ältere Kaufmannshäuser mit hübschen weißen und roten Fronten.

6. Kaiserswerther Markt 8, Wohnhaus mit mittelalterlichem Hinterhaus

7. Altes Zollhaus, prächtigstes Gebäude aus der Zeit vor der Zerstörung 1702, mit einem großen und einem kleineren Barockgiebel sowie einem Treppenturm, eingemauerte Kanonenkugeln, eiserne Maueranker (1635).

8. Am Mühlenturm, Haus Nr. 8: eines der wenigen Gebäude, die die großen Zerstörungen von 1702 überstanden haben; Frontnische mit kleiner Madonna. Der Mühlenturm auf der Bastion Maximilian war der nordwestliche Eckpfeiler der früheren Verteidigungsanlagen; die Windmühle wurde 1702 zerstört, aber wieder aufgebaut. Später wurde der Mühlenturm zum Wasserwerk, dann Jugendherberge und ist heute eine Privatwohnung.

[kein Linktext vorhanden] 9. Ev. Kirche von 1811 mit der Gedenktafel, dass Fliedner hier 1822–1849 predigte; im grünen Hintergrund versteckt – der Fliednerpavillon.

10. Fliednerhof, ergänzt das „kleine Reich“ Theodor Fliedners und zeigt eine geschlämmte, schlichte Lochfassade gegenüber dem Stammhaus der Diakonie am Markt. Hier wohnte auch Florence Nightingale, der „Engel der Barmherzigkeit“ aus dem Krimkrieg, als junge Schülerin.

11. Fliednerstr. 32: ehem. Schule der Diakonie Kaiserswerth mit Heimatmuseum, erinnert an das Diakonische Werk von Th . Fliedner und seiner Frau Friederike.

12. Tafel zum Stiftsplatz: Historische Bauten präsentieren sich am „Suitbertus-Stiftsplatz“, u.a. die Kanonikerhäuser rund um den Stiftsplatz, u.a. Geburtshaus (Haus Nr. 11) Friedrich Spees von Langenfeld, Jesuitenpater („cautio criminalis“ – Schrift wider die Hexenverfolgung); bei Ausgrabungen wurden Fundamente des Vorgängerbaus der heutigen Basilika entdeckt.

13. Durchgang neben Nr. 14 führt zu dem aus dem 13. Jh. stammenden Haus St. Josef, gehört zu den besterhaltenen romanischen Häusern in Deutschland; an der Südseite das alte Beinhaus (Gebäude b. Friedhof zur Aufnahme ausgegrabener Totengebeine).

[kein Linktext vorhanden] 14. Suitbertus Stiftsplatz 1, ehem. Schule, jetzt Kunstarchiv Kaiserswerth

15. St. Suitbertus Basilika, ehem. Stiftskirche (11.– 13. Jh.), weitgehend erhalten, heute die Pfarrkirche, zeigt als größten Schatz den St. Suitbert-Schrein.

16. Kaiserpfalz: Ruinen der alten Kaiserpfalz von Kaiser Barbarossa. Früher bildete der Rhein hier viele Nebenarme mit Inseln, sog. „Werther“. Schon Heinrich II. ließ hier eine starke Pfalz errichten, die von Kaiser Friedrich Barbarossa 1184 wesentlich ausgebaut wurde und ein Wohnsitz bei der „mobilen“ Regierungsweise der deutschen Kaiser wurde. 1702 wurde die Burg im Spanischen Erbfolgekrieg zerstört und ist seither Ruine.

In der Grünanlage gegenüber der Kaiserpfalz Büsten berühmter Bürger Kaiserswerths: Florence Nightingale, Friedrich von Spee, Theodor Fliedner, Caspar Ulenberg, Herbert Eulenberg. 17. Haus Freiheit, ehem. Haus des Dichters und Dramaturgen H. Eulenberg, in dessen Garten sich sein Urnengrab befindet.

18. Kuhtor, Durchlass des Hochwasserschutzdeiches

19. Ehem. Benediktinerkloster, um 700 errichtetet, im 11. Jh. umgewandelt in das Kapuziner-Kloster (1670–1973) Kaiserswerth; die Kirche weist einen prunkvollen Barockaltar auf.

[kein Linktext vorhanden] 20. Wallanlagen mit ehem. Bastionen: Nur einen Steinwurf entfernt liegt der Barbarossawall und verbindet mit anderen Wällen die fünf ehemaligen Bastionen.

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