Karstadt

Düsseldorf: Karstadt an der Schadowstraße bleibt erhalten

Drei weitere Jahre bleibt die Karstadt-Filiale an der Schadowstraße in Düsseldorf erhalten. Die Kaufhof-Filiale bleibt geschlossen. (Archivfoto)

Drei weitere Jahre bleibt die Karstadt-Filiale an der Schadowstraße in Düsseldorf erhalten. Die Kaufhof-Filiale bleibt geschlossen. (Archivfoto)

Foto: Christophe Gateau / dpa

Düsseldorf.  Die Karstadt-Filiale an der Düsseldorfer Schadowstraße bleibt erhalten. Das Aus für Kaufhof und Karstadt Sports steht dagegen fest.

Den etwa 120 Mitarbeitern von Karstadt an der Schadowstraße in Düsseldorf fiel ein Stein vom Herzen. Denn die Hängepartie ist vorbei: Das Düsseldorfer Kaufhaus bleibt erhalten. Das verkündeten der Filialleiter und Oberbürgermeister Thomas Geisel am Mittwoch Nachmittag bei einer Betriebsversammlung. Die überglücklichen Mitarbeiter stießen mit Sekt auf die Rettung an. Kaufhof am Wehrhahn auf der anderen Straßenseite wird dagegen endgültig schließen.

„Gutes Zeichen für Einkaufsstadt Düsseldorf“

Geisel bezeichnete die Karstadt-Rettung als gutes Zeichen für Düsseldorf als Einkaufsstadt. Außerdem werde durch den Erhalt des Warenhauses auch die Einkaufsstraße Schadowstraße gestärkt. Durch den Wegfall von Kaufhof habe Karstadt künftig weiteres Umsatz-Potenzial. Eine andere Nutzung für das Anfang der 50er Jahre gebaute Gebäude, das Geisel als „Kaufhaus-Ikone“ bezeichnete, sei kaum möglich.

Immobilien-Eigentümer gewährt Mietsenkung

Eine wichtige Rolle zur Weiterführung des Kaufhauses spielt unter anderem die erhebliche Mietsenkung, auf die sich Galeria Karstadt Kaufhof und die Berliner Ärzteversorgung als Eigentümer des Karstadt-Gebäudes geeinigt haben.

Kaufhof-Gebäude am Wehrhahn wird abgerissen

Aber auch ein Deal zwischen Signa als Eigentümer des Konzerns „Galeria Karstadt Kaufhof“ mit der Stadt ist wichtig dabei: Signa gehört das benachbarte Kaufhof-Gebäude. Das soll abgerissen werden, dann soll ein neuer Gebäudekomplex entstehen. „Hier kann ein Hingucker entstehen“, so der Oberbürgermeister. In der Zeit, bis ein städtebauliches Verfahren abgeschlossen ist, wird Signa der Stadt das Kaufhof-Gebäude am Wehrhahn zur Zwischennutzung zur Verfügung stellen. Für Geisel sind Pop-Up-Stores, Co-Working-Spaces oder kulturelle Aktivitäten denkbar. So werde unschöner Leerstand während der Planungsphase verhindert

Die Karstadt-Mitarbeiter dankten dem Oberbürgermeister für „die tolle Unterstützung“, wie sie an einem Plakat am Haupteingang deutlich machen. Geisel hatte sich wochenlang mit den Verantwortlichen des Kaufhaus-Konzerns und dem Vermieter des Karstadt-Gebäudes für eine Lösung stark gemacht.

Lob gab es auch von Miguel Müllenbach, Geschäftsführer von „Galeria Karstadt Kaufhof“: „Wir konnten wesentliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen für unsere Filiale anpassen und freuen uns sehr, das Haus weiter führen zu können.“ Der Erhalt der Filiale sei Ergebnis einer großartigen Teamleistung. Der Konzern habe bis zuletzt mit Vermieter, OB und der Stadtverwaltung an einer für alle Beteiligten tragbaren Lösung gearbeitet. Der Erhalt von Karstadt gilt zunächst für die kommenden drei Jahre.

Was wird aus den Kaufhof-Mitarbeitern?

Unterdessen hofft Kaufhof-Betriebsrat Wolfgang Grabowski, dass auch die Kaufhof-Mitarbeiter eine Chance auf Weiterbeschäftigung im Konzern bekommen. Ihre Zukunft ist noch ungewiss. Bereits vor einigen Wochen hatte die Stadt den Mitarbeitern der Kaufhäuser Jobangebote in der Verwaltung gemacht.

Fest steht auch: Karstadt Sports macht ebenfalls dicht.

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