Mordkommission

Düsseldorf: Polizei findet toten Mann - Ehefrau (40) unter Verdacht

Ein in einer Wohnung in Düsseldorf entdeckter Toter hatte laut Polizei „auffällige Verletzungen“, die auf ein Tötungsdelikt als Ursache hindeuten. Im Verdacht steht die Ehefrau.

Ein in einer Wohnung in Düsseldorf entdeckter Toter hatte laut Polizei „auffällige Verletzungen“, die auf ein Tötungsdelikt als Ursache hindeuten. Im Verdacht steht die Ehefrau.

Foto: Patrick Schlos / FUNKE Foto Services (Archiv)

Düsseldorf.  Eine Frau steht im Verdacht, ihren Mann in ihrer Wohnung in Düsseldorf Wohnung getötet zu haben. Zum Tatzeitpunkt war auch ihr Kind (2) zu Hause.

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Die Polizei in Düsseldorf ermittelt wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts: Gegen 2.40 Uhr am frühen Mittwochmorgen hatte eine 40-Jährige die Rettungskräfte zu ihrer Wohnung in den Stadtteil Friedrichstadt gerufen. In der Wohnung versuchte ein Notarzt noch vergeblich, ihren 39-jährigen Ehemann wiederzubeleben, der Mediziner konnte später aber nur noch den Tod des Mannes feststellen.

„Aufgrund von auffälligen Verletzungen bei dem Verstorbenen wurde die Polizei hinzugezogen“, sagte ein Sprecher in den Mittagsstunden, nachdem die Behörde den Fall öffentlich gemacht hatte, „wegen der Gesamtumstände musste von einem gewaltsamen Tod ausgegangen werden.“ Vermutungen, dass der 39-Jährige erstochen worden sein könnte, wollte der Sprecher zunächst nicht bestätigen.

Leichnam soll noch am Nachmittag obduziert werden

Der Leichnam wurde noch am Tattag obduziert, um die Todesursache festzustellen. Die Untersuchung habe den ersten Verdacht auf ein Tötungsdelikt bestätigt, sagte der Sprecher: „Das steht nun fest.“ Weitere Angaben machte er aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht.

Als dringend tatverdächtig gilt die Ehefrau. Sie wurde vorläufig festgenommen. Am Mittwochnachmittag hieß es, dass sie vorerst weiter im Polizeigewahrsam bleiben und befragt werde. Die Vernehmungen und die Ermittlungen der Polizei dauern an. Eine Mordkommission wurde eingerichtet. Von den weiteren Ergebnissen dürfte auch abhängen, ob gegen die Frau ein Antrag auf Untersuchungshaft gestellt wird.

Kind (2) in Wohnung hat von der Tat wohl nichts mitbekommen

Bei der Frau und dem Mann handelt es sich um koreanische Staatsbürger. Das verheiratete Paar hat ein gemeinsames Kind (2). Das befand sich laut Polizei zum Tatzeitpunkt ebenfalls in der Wohnung. Den bisherigen Erkenntnissen nach hatte das Kind wahrscheinlich geschlafen und von dem nächtlichen Vorfall nichts mitbekommen. Das Zweijährige wird nun betreut.

Update 12. Dezember 2019: Ein Richter hat inzwischen Haftbefehl gegen die Frau erlassen. Aus ermittlungstaktischen Gründen geben sich die Behörden auch am Donnerstagnachmittag allerdings weiter bedeckt. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft bestätigte inzwischen nur, dass der Mann "Stichverletzungen" erlitten habe. Zu einer möglichen Tatwaffe gab es zunächst keine Angaben. Offen blieb auch, ob der Haftbefehl wegen des Verdacht des Mordes oder wegen Totschlags erlassen wurden. Die 40-Jährige schweige zu den Vorwürfen, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

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