Energie

Düsseldorf setzt auf mehr Solarenergie

Auf dem Dach der Düsseldorfer Stadtwerke thronen bereits Solaranlagen.

Foto: Sergej Lepke

Auf dem Dach der Düsseldorfer Stadtwerke thronen bereits Solaranlagen. Foto: Sergej Lepke

Düsseldorf.   Fast 1300 Solaranlagen speisen derzeit Strom ins städtische Netz in Düsseldorf. Und es sind noch mehr Solar-Anlagen geplant.

Erneuerbare Energien werden für Düsseldorfs Energiehaushalt immer wichtiger. Denn in der Stadt will man mit mehr Elektroautos und -bussen gegen Abgase und Verkehrslärm vorgehen – wirklich sinnvoll wird die Sache aber erst dadurch, dass der Strom nicht aus dem Kohlekraftwerk sondern aus regenerativen Energien kommt.

Was das angeht, ist Düsseldorf auf dem richtigen Weg: „Die Zahl der Photovoltaik-Anlagen in Düsseldorf nimmt immer mehr zu“, sagt Michael Pützhofen von den Düsseldorfer Stadtwerken, derzeit käme man dadurch auf eine Gesamtleistung von 24 430 Kilowatt. Zum Vergleich: Ein 4-Personen-Haushalt hat einen monatlichen Verbrauch von rund 4000 Kilowattstunden. „Derzeit haben wir im ganzen Stadtgebiet 1283 Photovoltaik-Anlagen, die Strom in das Düsseldorfer Netz einspeisen“, so Pützhofen. Die Zahl derer, die ihre Anlage nutzen, um ihr Haus autonom mit Strom zu versorgen ist dabei nicht berücksichtigt.

17 Gebäudekomplexen mit Solarthermieanlagen

Einen Teil der Kilowattstunden erwirtschaftet auch die Städtische Wohnungsgesellschaft Düsseldorf (SWD). Jüngst wurde im Jugendrat geklärt, welche Standorte die SWD mit Solar-Anlagen ausgerüstet hat und in Zukunft ausrüsten will: „Bereits seit zehn Jahren wird eine Photovoltaikanlage auf den Häusern der Torfbruchstraße 180-186 betrieben“, heißt es von der Verwaltung. Eine weitere Anlage wurde zudem auf einem der Neubauten errichtet. Zudem werden auf 17 weiteren großen Gebäudekomplexen Solarthermieanlagen betrieben. Die sorgen allerdings nicht für den Strom im öffentlichen Netz, sondern unterstützen die Warmwasserbereitung und die Heizung.

Mehr Ökostrom

Derzeit werde in Düsseldorf auch viel Geld in die Anlagen investiert, um mehr Ökostrom anbieten zu können, so Pützhofen. Auch bei der SWD will man dafür nun mehr Mittel in die Hand nehmen. So sind noch in diesem Quartal weitere Photovoltaik- und Solarthermieanlagen geplant. „Für ein Neubauprojekt mit 45 Wohnungen in Wersten, bei dem mit den Rohbauarbeiten im 1. Quartal begonnen werden soll, wird derzeit ein Mieterstromprojekt zusammen mit den Stadtwerken diskutiert“, so die Stadtverwaltung. Drei weitere Gebäude, die sich derzeit in der Modernisierung befänden, sollen bald fertiggestellt sein und mit Solarthermieanlagen ausgestattet werden, heißt es weiter.

Es bleiben Probleme offen

Obwohl derzeit schon ein beachtlicher Anteil an regenerativem Strom für das Düsseldorfer Netz bereitgestellt werden kann, bleiben Probleme offen: „Die Möglichkeiten der Speicherung des Stroms sowie der Infrastruktur, diesen auch durch das Land schicken zu können, sind bundesweit nicht ausreichend“, erklärt Pützhofen.

Deshalb bleibt der Markt für regenerative Energie auch weiter schwankend, denn es sei eben nicht berechenbar wie das Wetter sich entwickelt und ob dann daraus folgend mit einer Über- oder Unterversorgung an Solarstrom zu rechnen sei.

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