Festival-Absage

Düsseldorf: Ski-Event soll für 2021 sorgsamer geplant werden

Im Januar 2021 soll es nun Ski-Freestyle in der Arena geben: (v.l.)OB Thomas Geisel, Michael Brill und die Veranstalter August Pollen und Johannes Janz.

Im Januar 2021 soll es nun Ski-Freestyle in der Arena geben: (v.l.)OB Thomas Geisel, Michael Brill und die Veranstalter August Pollen und Johannes Janz.

Foto: Marcel Kanehl

Düsseldorf.  Am Donnerstag trafen sich Veranstalter und Vertreter von D’Live beim Ski-Verband. Derweil weist die Deutsche Fußball Liga Kritik zurück.

Nach der Absage des für Januar 2020 geplanten Ski-Freestyle-Festivals in der Arena weist die Deutsche Fußball Liga (DFL) die Kritik aus Düsseldorf zurück. Weil die DFL das letzte Fortuna-Spiel des Jahres kurz vor Weihnachten (gegen Union Berlin) in der Arena terminiert hat und der Aufbau für das „Big Air Freestyle Festival“ mehr als zwei Wochen in Anspruch genommen hätte, musste das bereits mit viel Tamtam angekündigte Event abgesagt werden (NRZ berichtete). „Der DFL jetzt die Schuld für die Absage zu geben, können wir so nicht hinnehmen“, so ein Sprecher der Liga zur NRZ. Man dürfe nicht vergessen, dass in dieser Saison auch der Drittligist KFC Uerdingen seine Heimspiele in der Düsseldorfer Arena austrägt. Es sei nicht so einfach, Spiele innerhalb eines umfangreichen Terminkalenders einfach umzumodeln. „Wenn der Hallenbetreiber sich noch eine zweite Mannschaft ins Haus holt und diverse Veranstaltungen möchte, kann es eben eng werden“, so der DFL-Sprecher.

Keine Verlegung wegen Techno-Event möglich

Tatsächlich hätte das Ski-Spektakel auch nicht eine Woche nach hinten verlegt werden können, weil eben vom 10. bis 12. Januar 2020 in der Arena das Techno-Event World Club Dome steigt. Wollte Hallenmanager Michael Brill von D’Live zu viel auf einmal? „Wir wären fehl am Platz, wenn wir in die Arena nicht so viele Veranstaltungen wie möglich holen wollten“, so Brill. „Natürlich blieb ein Restrisiko, weil wir vom Fußballspielplan abhängig waren, aber ich kann auch nicht verstehen, dass die DFL so unflexibel agiert.“

Fakt ist: August Pollen, Geschäftsmann aus Neuss, der auch die Skihalle an der A 46 betreibt, bleibt durch die Absage des Freestyle-Festivals, das auch noch Teil eines Weltcups ist, auf fast 100.000 Euro sitzen. „Wir haben den Termin in der Arena vor rund einem Jahr sperren lassen und in Absprache mit dem Internationalen Skiverband FIS natürlich schon viel Vorarbeit geleistet“, sagt der Chef des Organisationskomitees, der bei seiner Kritik an den Fußball-Verantwortlichen bleibt. „Hätte die DFL unser Anliegen ernst genommen, dann wäre es meiner Meinung nach ein Leichtes gewesen, am letzten Spieltag die Fortuna auswärts antreten zu lassen“, so Pollen. Zumal für Uerdingen schon eine Woche vor der Fortuna die Hinrunde vorbei sei.

Nächster Anlauf im Januar 2021

2021 soll nun ein neuer Anlauf genommen werden. Am Donnerstag trafen sich Brill und Pollen mit Vertretern der FIS, um das Freestyle-Event für Januar 2021 zu planen. „Wir werden den Termin aber erst dann endgültig festzurren, wenn auch der Fußball-Spielplan steht“, verrät Brill. „Außerdem werde ich mich im Vorfeld noch intensiver mit den Verantwortlichen der DFL austauschen.“

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