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Düsseldorf sucht Bewerber für "Stadtstrand" am Rhein

Archivbild: Mit "Monkey Island" im Medienhafen gehörte Düsseldorf zu den Trendsettern in Sachen Stadtstrand. Nun sucht die Stadt Konzepte für neue Stadtstrand-Projekte.

Archivbild: Mit "Monkey Island" im Medienhafen gehörte Düsseldorf zu den Trendsettern in Sachen Stadtstrand. Nun sucht die Stadt Konzepte für neue Stadtstrand-Projekte.

Foto: Kai Kitschenberg

Düsseldorf.   Die Stadt Düsseldorf bietet am Rhein Flächen für "Stadtstrände". Nun werden Bewerber gesucht und Konzepte, aber bitte ohne Ballermann-Atmosphäre.

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Mit der 'Affeninsel' Monkey's Island war Düsseldorf vor Jahren Trendsetter bei sogenannten Stadtstränden. Der umtriebige Kunsthändler Helge Achenbach hatte die coole Strandbar damals, bevor er Ärger mit einem Aldi-Erben bekam, initiiert. Das Konzept "Stadtstrand" breitete sich danach aus, nur in Düsseldorf war schon nach drei Jahren Schluss: 2006 musste die Affeninsel dem Bau des Hyatt-Hotels im Medienhafen weichen. 12 Jahre später sollen in Düsseldorf die Weichen für neue "Stadtstrände" gestellt werden. Insgesamt fünf Standorte hatte der Rat Anfang Mai beschlossen. Jetzt werden Betreiber und Konzeptideen gesucht.

"Das Liegenschaftsamt schaltet ab kommenden Montag, 16. Juli, auf seiner Internetseite www.duesseldorf.de/liegenschaften den Bewerberaufruf für den Stadtstrand 2019 frei", teilte die Stadt am Dienstag mit. Insgesamt waren zehn mögliche Standorte am Rhein in den Blick genommen worden, übrig geblieben sind fünf, davon sind drei vorerst gesetzt. Bewerben muss man sich für jeden extra.

"Stadtentspannungsort für alle Generationen"

Potentielle Stadtstrand-Orte sind das Robert-Lehr-Ufer unterhalb der Hundewiese im Rheinpark. Der Stadt schwebt hier ein "niederschwelliges Angebot" mit einfachem Getränke- und Imbissangebot und zum Bespiel Liegestuhlverleih vor. Am Tonhallenufer sieht man "Sonderoptionen" wie Open-Air-Musik oder Beachvolleyball möglich, weil die Nähe zur lärmenden Oberkasseler Brücke nicht gerade sehr 'chillig' wirken dürfte. Bei der "Wiese vor dem Kit" sei sicherzustellen, "dass der Strandbetrieb zu keiner Beeinträchtigung der KIT-Gastronomie führt", heißt es in der Ausschreibung.

"Gesucht werden umsetzungsfähige Konzepte für Betreiber mit nachhaltigen Ambitionen", teilt die Stadt mit. Die Flächen sollen ab dem 1. März 2019 bis Oktober genutzt werden für vorerst fünf Jahre. "Die meisten Besucher wünschen sich einen Ort der Entspannung", sagte Baudezernentini Cornelia Zuschke. Der Stadt schweben "neue Lieblingsplätze ohne Ballermann-Atmosphäre" vor, "vielleicht Kulturstrand, jedenfalls ein Stadtentspannungsort für alle Generationen".

Bewerbungsfrist endet am 14. August

Auch an den Rheinterrassen und an der Kesselstraße im Medienhafen seien Bereiche als mögliche Standorte für einen Stadtstrand noch im Rennen, heißt es im Liegenschaftsamt. An der Kesselstraße etwa müsse jedoch erst noch ein städtebaulicher Wettbewerb gestartet werden zur Gestaltung der öffentlichen Freiflächen im Bereich der Trivago-Zentrale; vor 2020 werde das nichts.

Ob die Monkey's Island-Idee im kommenden Jahr in Düsseldorf wieder auflebt, muss sich erst noch zeigen. Die Bewerbungsfrist endet am 14. August. Entscheiden wird dann der Stadtrat. Möglich auch, dass eine der Flächen dann wieder "Monkey's Island" heißt. Die Namensrechte hatte, Medienberichten zufolge, ein Duisburger Projektentwickler vom Insolvenzverwalter Helge Achenbachs erworben.

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