Feuerwehr

Düsseldorf: Zusatz-Akku verhindert Löschen von Edel-Mercedes

Symbolbild. Ein Edel-Mercedes mit Hybrid-Antrieb brannte in der Nacht in Lierenfeld aus. Das Foto entstammt einer Feuerwehr-Übung.

Symbolbild. Ein Edel-Mercedes mit Hybrid-Antrieb brannte in der Nacht in Lierenfeld aus. Das Foto entstammt einer Feuerwehr-Übung.

Foto: David Young / dpa

Düsseldorf.  Ein brennender Mercedes hat die Feuerwehr Düsseldorf vor enorme Probleme gestellt. Grund war wohl ein Zusatz-Akku. Das Auto war nicht zu retten.

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Ein Luxus-Mercedes ist in der Nacht zu Sonntag an einer Straße in Düsseldorf ausgebrannt. Zu Schaffen machten der Feuerwehr wohl eine zusätzlich installierte Lithium-Ionen-Batterie des Edel-Mercedes. Entgegen ersten Angaben der Feuerwehr vom Sonntag soll es sich bei dem Fahrzeug jedoch nicht um ein Auto mit Elektro- bzw. Hybrid-Antrieb gehandelt haben, korrigierte die Düsseldorfer Polizei am Montag.

Die Feuerwehr rückte mit zwei Tanklöschfahrzeugen an und mussten zudem mehrere Tausend Liter Löschwasser aus einem Hydranten ziehen, um die Flammen zu bekämpfen. Insgesamt 9000 Liter Wasser brauchte die Feuerwehr, um den Brand zu löschen. Ursache für den hohen Lösch-Aufwand sei laut Polizei eine "im Heck verbaute Zusatzbatterie" gewesen, teilte die Polizei am Montag mit.

C-Klasse-Mercedes in AMG-Version war in Flammen aufgegangen

Bei dem Mercedes habe es sich um ein aufgemotztes Kombi-Fahrzeug der C-Klasse in einer Version des Auto-Tuners AMG. Zu Details zum Modell, insbesondere zu der Zusatzbatterie, wollte die Polizei den Halter noch gesondert befragen, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag auf Nachfrage. Der Mercedes war in der Schweiz zugelassen, berichtete die Polizei.

„Das Auto war nicht mehr zu retten“, sagte am Sonntagmorgen Feuerwehrsprecher Christopher Schuster auf Nachfrage. Gegen 2.30 Uhr war die Feuerwehr zur Ronsdorfer Straße in die Nähe des „Stahlwerks“ alarmiert worden. Als die Feuerwehr am Einsatzort eintraf, habe das Fahrzeug bereits in Flammen gestanden, berichtete die Feuerwehr.

Feuerwehr verbrauchte 9000 Liter Löschwasser

„Um die brennende Lithium-Ionen Batterie des Autos ablöschen zu können, musste mit zwei Strahlrohren eine große Menge an Wasser auf die Brandstelle aufgebracht werden“, berichtet die Feuerwehr am Sonntag. Da der Inhalt der beiden Tanklösch-Fahrzeuge nicht gereicht habe, mussten noch 3000 Liter Löschwasser aus einem Hydranten gezogen werden, teilte die Feuerwehr mit. "Wir haben Wasser-Zähler mitlaufen lassen, um die genaue Literzahl zu erfassen", sagte Sprecher Schuster.

Die Feuerwehr beziffert den Schaden am Fahrzeug auf 150.000 Euro. „Der Luxus-Mercedes wurde trotz schnellen Eingreifens komplett zerstört“, berichtete die Feuerwehr. Ein daneben parkender Kleinwagen sei ebenfalls beschädigt worden. Weitere parkende Autos hätten laut Feuerwehr vor Flammen geschützt werden können.

Brandursache ermittelt nun die Kriminalpolizei

Fahrzeuge mit größer dimensionierten Lithium-Ionen-Akkus, wie sie auch für Elektro- oder Hybrid-Antrieb verwendet werden, machen im Falle eines Brandes der Feuerwehr große Mühe beim Löschen, teilte die Feuerwehr mit. „Man muss sehr schnell mit extrem viel Wasser arbeiten, um ein Feuer der Akkus unter Kontrolle zu bekommen“, erklärte der Feuerwehr-Sprecher.

Schon vergleichsweise kleine Lithium-Ionen-Akkus, wie sie etwa in Smartphones verbaut sind oder in Foto-Apparaten genutzt werden, können im Falle eines Schadens explodieren und extreme Hitze auslösen.

Erst nach zwei Stunden war der Einsatz beendet, teilte die Feuerwehr mit. Die Brandursache muss jetzt die Kriminalpolizei ermitteln. (dae)

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