Spendenaktion

Düsseldorfer fährt die Tour de France für guten Zweck

Markus Reimann (49) fährt einen Tag vor den Profis die Etappen der Tour de France – die Strecke fährt er für eine Spendenaktion.

Foto: OH

Markus Reimann (49) fährt einen Tag vor den Profis die Etappen der Tour de France – die Strecke fährt er für eine Spendenaktion. Foto: OH

Düsseldorf.  Markus Reimann fährt die Tour-Etappen einen Tag vor den Profis. Mit Spenden aus der Aktion sollen neue Fahrräder für Kinder gekauft werden.

Noch bevor einer der Radprofis im in Paris ankommt, wird Markus Reimann mit seinem Rennrad schon längst im Ziel an der Champs-Élysées stehen – denn der Düsseldorfer ist den Fahrern der Tour de France einen ganzen Tag voraus. Als noch keine Zuschauer an den Straßen standen, ist der 49-Jährige mit seinem Bike bereits die Königsallee entlanggesaust. Gemeinsam war dem offiziellen Rennen wahrscheinlich nur, dass es auch bei Markus wie aus Eimern geschüttet hat.

Reimann genießt den ersten Ruhetag der Tour

Gestern hatte Reimann seinen ersten Ruhetag in der Ortschaft Le Puy-en-Velay: „Die Sonne scheint und ich habe eine wunderbare Aussicht auf ein kleines Schloss ganz in der Nähe“, berichtet Markus, während er am Camping-Mobil sitzt und die Beine hochlegt. Am Samstag ist er die 15. Etappe gefahren. 189 Kilometer lang ist die Strecke gewesen und hatte zwischenzeitlich über 1000 Höhenmeter, die der 49-Jährige bewältigen musste. Obwohl er den ganzen Tag auf dem Rad unterwegs war, klingt der Hobby-Radfahrer entspannt. Kein Wunder, wenn man bereits 2793 Kilometer hinter sich hat – und Etappen in 5500 Meter Höhe, die alles abverlangen.

Bei einer Etappe hat Markus 6000 Kalorien verbraucht

Im Gegensatz zu den Profis, die durchschnittlich mit 40 Kilometern pro Stunde unterwegs sind, fährt Markus mit der Hälfte des Tempos deutlich langsamer – das macht dem Handwerker aus Düsseldorf aber nichts aus: „Es geht nicht um Schnelligkeit, sondern es geht mir darum, die Strecke zu schaffen“. Schließlich fährt Reimann auch nicht, um am Ende auf dem Siegertreppchen zu stehen, sondern für einen guten Zweck.

Mit der Tour-Fahrt sollen nämlich Spenden für den Verein Burundikids gesammelt werden. Die Organisation hat das Ziel, Kindern in Burundi die Chance eine lebenswerte Zukunft geben. Markus, der auch schon in der Vergangenheit Beiträge für Kinderhilfsorganisationen gesammelt hat, will mit seinem privaten Spendenaufruf genug Geld für Fahrräder in Burundi zusammenbekommen. Neu kostet dort ein Fahrrad – das dann auch als Lastenrad dienen soll – rund 120 Euro.

Auf der Speisekarte stehen vor allem Obst und Nudeln

Begleitet wird Markus von seinem Kollegen Jochen Goerlach, der den Radsportbegeisterten mit Essen und Trinken versorgt. Denn wer viel Rad fährt, muss auch viel Energie zu sich nehmen: „Als ich die Bergstrecke in 5000 Höhenmetern gefahren bin habe ich rund 6000 Kalorien verbrannt und 10 Liter Wasser getrunken“, sagt Reimann. Auf der Speisekarte stehen deshalb vor allem Energieriegel, Nudeln und Obst.

Wenn Markus am Samstag, den 22. Juli, in Paris ankommt, nehmen Freunde und Verwandte den 49-Jährigen an der Zielgeraden in Empfang. Nach dem Ende der Tour geht es aber noch nicht direkt zurück nach Düsseldorf: „Ich fahre erstmal für eine Woche in die Normandie und lege dort die Füße hoch“, sagt Reimann.

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