Kinder- und Jugendsport

Düsseldorfer FDP will Jugendsport für Olympia fördern

Mit Blick auf eine mögliche Düsseldorfer Bewerbung für Olympia 2032, will FDP-Ratsfrau Monika Lehmhaus den Kinder- und Jugendsport besser fördern.

Mit Blick auf eine mögliche Düsseldorfer Bewerbung für Olympia 2032, will FDP-Ratsfrau Monika Lehmhaus den Kinder- und Jugendsport besser fördern.

Foto: Andre Huster

Düsseldorf.  Düsseldorfer Ratsfrau Monika Lehmhaus stellt einen Plan vor, das Düsseldorfer Modell auszubauen und zu verbessern.

Monika Lehmhaus, FDP-Ratsfrau, will den Kinder- und Jugendsport in Düsseldorf weiter fördern. Dafür soll das 2002 eingeführte Düsseldorfer Modell verbessert und mit anderen Einrichtungen, wie auch dem von ihr gegründeten Verein „Sports Partner Ship“, vernetzt werden. „Wenn wir Olympia 2032 wollen, aber unsere Hausaufgaben nicht machen, dann stimme gegen die Bewerbung“, so Lehmhaus.

Bisherige Maßnahmen reichen nicht aus

Das Düsseldorfer Modell wurde 2002 entwickelt, um Kinder in der Stadt sportlich besser zu fördern. „Der Spitzensport war zuvor in Düsseldorf kaum vertreten. Mittlerweile schicken wir junge Sportler nach Olympia“, erklärt Lehmhaus. 2012 gründete sie den Verein „Sports Partner Ship“, der die Schulen dabei unterstützt, den Kindern und Jugendlichen verschiedene Sportarten näher zu bringen. Das reiche jedoch nicht aus, meint Lehmhaus: „Wir stellen immer wieder fest, dass wir in manchen Stadtteilen nicht weiterkommen. Dort erreichen wir viele Kinder und Jugendliche nicht und auch die Schulen leisten nicht immer genug Eigeninitiative. Die Chancengleichheit ist dort einfach nicht gegeben“, berichtet die FDP-Ratsfrau. „Die Tumulte im Rheinbad haben mir dann gezeigt, dass diese Jugendlichen noch zu wenig gefördert werden. Da müssen wir uns etwas einfallen lassen und ihnen etwas anbieten“, fordert Lehmhaus.

Es sei daher an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen und das Düsseldorfer Modell weiter auszubauen, meint Lehmhaus. „Wir brauchen in den Stadtteilen Lenkungsgruppen, um die verschiedenen Angebote zu koordinieren. Dafür holen wir alle Akteure an einen Tisch“, so Lehmhaus. „Diese ganzen notwendigen Strukturen haben wir bereits, wir müssen sie nur zusammenfügen und vernetzen“, resümiert sie.

Migration und Vereinsleben

Kinder und Jugendliche müssten dabei unterstützt werden, sich sportlich zu betätigen, sagt Lehmhaus. „Für viele Kinder ab zehn Jahren ist es nicht schlüssig, warum sie Sport machen sollen. Kinder mit Migrationshintergrund kennen oft den Vereinssport nicht, da es in ihren Kulturen ein solches Vereinsleben nicht gibt“, erklärt Lehmhaus. „Wir wollen den Kindern Freude am Sport vermitteln. Beim Sport bemerkt man recht schnell Fortschritte und so sehen die Kinder, dass sich Leistung lohnt. Damit fördern wir auch ihre sozialen Kontakte und verbessern die interkulturelle Integration“, sagt Lehmhaus weiter.

Ein weiterer wichtiger Faktor sei die Einstellung eines Sportagenten für jeden Stadtteil. „Wir brauchen jemanden, der vor Ort die Wege begleitet und die Kontakte zu Schulen und Einrichtungen pflegt“, erklärt die FDP-Ratsfrau. „Diese Person kann aber natürlich nicht überall sein. Deswegen brauchen wir auch eine App für die Schüler, mit der sie sich selber über die Sportangebote informieren können.“ Nach einiger Zeit sollen die Maßnahmen evaluiert werden, sagt Lehmhaus. „So können wir, wenn nötig, an einigen Stellschrauben nachbessern.“

Umsetzung noch vor den Kommunalwahlen

Die Entwicklung der sportlichen Förderung in der Stadt will Lehmhaus noch in der aktuellen Legislaturperiode umsetzen. „Ich bin sicher, dass unsere Koalitionspartner SPD und Grüne das Projekt mittragen werden.“

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