Karnevals-Bilanz

Düsseldorfer Feuerwehr und OSD ziehen Bilanz zu Altweiber

Der Ordnungs- und Servicedienst führte mehr Kontrollen bei Jugendlichen durch als im Vorjahr.

Der Ordnungs- und Servicedienst führte mehr Kontrollen bei Jugendlichen durch als im Vorjahr.

Foto: David Young / dpa

Düsseldorf.  Feuerwehr und Sanitäter waren 1088 Mal im Einsatz – deutlich mehr als im Vorjahr. Der Ordnungsdienst ermahnt viele Jugendliche.

Bei kühlem aber meist trockenem Wetter bis zum Abend verbrachten viele Tausende Möhnen und Jecken bei ausgelassener Stimmung Altweiber in der Rheinmetropole. Die Düsseldorfer Feuerwehr hatte dabei – wie in den letzten Jahren – vor allem in der Altstadt ihren Einsatzschwerpunkt. Zu den regulär 196 Einsatzkräften auf den Feuer- und Rettungswachen im gesamten Stadtgebiet, hatte die Feuerwehr eine umfangreiche Einsatzplanung für den Tag konzipiert. 320 Personen zusätzliche Hilfsorganisationen wie etwa dem Deutschen Roten Kreuz kamen den Einsatzkräften zu Hilfe. Insgesamt waren die Retter 1088 Mal im Einsatz.

Mehr betrunkene Jugendliche als im Jahr 2019

Zu 795 (2019: 689) Notfalleinsätzen und Krankentransporten rückten die Notärzte und Rettungsdienstmitarbeiter der Feuerwehr sowie von vier Hilfsorganisationen aus. In den Unfallhilfestellen mussten bis 21.40 Uhr 318 (2019: 281) Karnevalisten medizinisch versorgt werden. Die häufigsten Ursachen waren Kreislaufprobleme und übermäßiger Alkoholkonsum. Am Donnerstagnachmittag sah es noch so aus, als sei die Zahl der alkoholisierten unter 18-Jährigen im Gegensatz zum Vorjahr stark gesunken. Das Blatt wendete sich scheinbar zu Beginn der Abendstunden: Insgesamt 50 (2019: 44) unter 18-Jährige mussten die meist ehrenamtlichen Helfer aufgrund von zu viel Alkoholgenuss behandeln. 179 (2019: 199) Jecken und Möhnen wurden zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert. Im gleichen Zeitraum rückten die Einsatzkräfte der Feuerwachen zu 10 (2019: 19) Brandeinsätzen und 15 (2019: 12) technischen Hilfeleistungen aus.

Festzelte mussten wegen Sturm für 90 Minuten geräumt werden

Wegen einer amtlichen Wetterwarnung vor Sturmböen entschied die Koordinierungsgruppe, bestehend unter anderem aus Ordnungsamt, Polizei, Feuerwehr und CC, die Feierlichkeiten im Außenbereich der Altstadt aus Sicherheitsgründen zu unterbrechen. Außerdem mussten die Besucher das Festzelt am Burgplatz bis 19.45 Uhr aufgrund der Wettervorhersage verlassen. In den Gaststätten und Bars konnte weiterhin der Start in den Straßenkarneval wie gewohnt gefeiert werden und bereits nach 90 Minuten gab es Entwarnung: Sturmtief „Wiltrud“ war vorbeigezogen und nach teilweise kräftigen Regenschauern konnten auch die Außenbereiche um kurz nach 21 Uhr wieder öffnen.

Der Ordnungs- und Servicedienst (OSD) schob seinen Dienst bis in die Nacht. Der OSD war mit 240 (2019: 260) Kräften im Einsatz. Darunter waren neben Einsatzkräften des OSD und der Verkehrsüberwachung auch Verwaltungshelfer aus anderen Abteilungen des Ordnungsamtes und Mitarbeiter eines Security-Unternehmens. Bis Dienstschluss um 1.30 Uhr am Freitagmorgen wurden vom OSD 74 (2019: 34) Mal Jugendschutzkontrollen (Alkohol/Rauchen) durchgeführt. Insgesamt wurden 57 Mal (2019: 28) Alkohol und sechs Mal (2019: 13) Zigaretten freiwillig vernichtet.

Weniger Wildpinkler in diesem Jahr unterwegs

Insgesamt 38 (2019: 69) Wildpinkler wurden erwischt und werden in Kürze ein Bußgeld in Höhe von 70 Euro plus zusätzlicher Gebühr von 28,50 Euro zu entrichten haben. Die verminderte Anzahl der angetroffenen Wildpinkler ist aus Sicht des OSD auf das gesteigerte Angebot an öffentlichen Toiletten zurückzuführen. Unverständlich dabei ist, dass viele der Wildpinkler in der Nähe von öffentlichen Toiletten angetroffen wurden. Drei Mal mussten Schlägereien geschlichtet und die Polizei angefordert werden.

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