Geschichte

Düsseldorfer Geschichtswerkstatt will jünger werden

Der Oberbilker Markt im Jahr 1909: Links die Einmündung der Eisenstraße, halbrechts die Kölner Straße.

Foto: Stadtarchiv Düsseldorf

Der Oberbilker Markt im Jahr 1909: Links die Einmündung der Eisenstraße, halbrechts die Kölner Straße. Foto: Stadtarchiv Düsseldorf

Düsseldorf.   Der Verein, der die Geschichte Düsseldorfs vermittelt, sucht neue historisch interessierte Mitglieder – im April wird ein neuer Vorstand gewählt.

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Die Historie Düsseldorfs reicht bis in 12. Jahrhundert zurück. Da ist genug Stoff dabei, um den Appetit geschichtshungriger Menschen zu stillen – und genau das macht die Geschichtswerkstatt Düsseldorf seit 30 Jahren. Das Problem ist nur: Der geschichtsinteressierte Nachwuchs geht aus. „Die Mitglieder des Vereins sind nun mal alle etwas älter geworden“, sagt Bruno Reble von der Geschichtswerkstatt. „Wir sind kein einfacher Stammtisch, sondern haben auch Ansprüche: Wir wollen Geschichte vermitteln und auch junge Leute dabei haben“, so das Vereinsmitglied. Dabei soll vor allem die Geschichte der Stadt „von unten“ vermittelt werden – nicht nur aus der Perspektive von großen Persönlichkeiten wie Jan Wellem, sondern vor allem aus der Sicht einfacher Bürger.

Geschichtswerkstatt will die Weichen neu stellen

Doch alleine mit Friedhofsbesichtigungen lockt man heutzutage keine jungen Menschen mehr hinter dem Ofen hervor – das weiß auch Reble: „Wir wollen unsere Führungen wieder interessant gestalten und die Weichen für die Zukunft der Geschichtswerkstatt stellen.“ Dafür wurde am ein Treffen am Mittwoch, 17. Januar, um 17 Uhr im Pub McLaughlins, Kurze Straße 11, einberufen. „Dort sollen nicht nur klare Positionen für den Kurs des Vereins herausgestellt werden, sondern auch über den Vorsitz gesprochen werden“, so Reble. Denn der langjährige Vorsitzende Wulf Metzmacher legt sein Amt nieder. In einer Vollversammlung im April soll dann der neue Vorsitz bestimmt werden.

Soziale Netzwerke noch nicht geplant

Pläne für eine Neuausrichtung des Vereins hat Reble schon – das Gestalten einer eigenen Seite in sozialen Netzwerken gehört aber nicht dazu. Junge Menschen organisieren ihre Terminkalender jedoch immer mehr über soziale Netzwerke, wo sie sich auch regelmäßig über Veranstaltungen informieren. „Falls eine Seite, etwa bei Facebook, von der Mehrheit gewünscht wird dann wäre das möglich, bisher ist aber dementsprechend nichts geplant“, sagt Reble.

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