Betreuung

Düsseldorfer Kinderschutzbund hilft Familien seit 20 Jahren

Arbeiten für den Düsseldorfer Kinderschutzbund (v. links): Haucke Duckwitz, stellv. Leiter und Kinderneurologe der Düsseldorfer Einrichtung, Jessica Szopinski vom Begleiteten Umgang und

Foto: Philipp Rose

Arbeiten für den Düsseldorfer Kinderschutzbund (v. links): Haucke Duckwitz, stellv. Leiter und Kinderneurologe der Düsseldorfer Einrichtung, Jessica Szopinski vom Begleiteten Umgang und Foto: Philipp Rose

Düsseldorf.   Nach einer Scheidung haben Kinder es nie leicht: Der Kinderschutzbund hilft Kindern dabei, Zeit mit beiden Elternteilen zu verbringen.

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Wenn Eltern sich scheiden lassen sind oft Kinder die Leidtragenden – nicht nur während des Scheidungsprozesses sondern auch danach, wenn es darum geht beide Elternteile gleichermaßen zu sehen. Denn nach vielen Trennungen bleiben die Eltern bei einem Elternteil, weil die Mutter etwa nicht will, dass das Kind den Vater sieht oder weil der Vater vielleicht gar nicht bekannt ist. Der Kinderschutzbund setzt sich deshalb für das Recht der Kinder ein, „Umgang mit beiden Elternteilen zu haben“, so Jessica Szopinksi, vom Kinderschutzbund. Die Organisation blickt in Düsseldorf mittlerweile auf fast 21 Jahre Erfahrung zurück.

Kinder sollen eine gute Zeit mit den Eltern haben

Über Beratungsstellen, Jugendamt oder das Gericht finden Eltern nach der Scheidung oft den Weg zum Kinderschutzbund. In Begleitung einer ausgebildeten Fachkraft treffen sich Kinder und das getrennt lebende Elternteil in den bunt gestalteten Räumen der Einrichtung, „um eine gute und vor allem unbeschwerte Zeit zu erleben“, so Szopinski, die den „Begleiteten Umgang“ betreut. Das Verhältnis zwischen den meisten Eltern, die den Schutzbund in Anspruch nehmen ist schwierig – nicht umsonst wird oft der Weg über das Jugendamt oder Gericht genommen.

Nach einer Trennung sind Eltern emotional oftmals nicht in der Lage, einen unbelasteten Kontakt mit dem anderen Elternteil zu ermöglichen – oft ist auch das Vertrauen wegen Gewalt während der Beziehung vollkommen abhanden gekommen. Die Eltern, vor allem viele Mütter, müssten aber begreifen, dass „das andere Elternteil extrem wichtig für das Kind ist. Auch wenn es schwer fällt, es geht hier in erster Linie um das Kind“, sagt Begleiterin Szopinski.

Einrichtung hat schon rund 1000 Familien geholfen

Das Angebot der Einrichtung ist zeitlich begrenzt, der Kinderschutzbund organisiert zehn Kontakte, die alle 14 Tage zwischen Kind und Elternteil stattfinden. Bei Kindern unter drei Jahren gibt es mehr Kontakte, die dann wöchentlich sattfinden. In den letzten 20 Jahren wurden etwa 1000 Familien aus verschiedensten sozialen Umfeldern vom Kinderschutzbund bei Trennungen begleitet. „Im Ergebnis können mittlerweile rund 50 bis 60 Prozent der Eltern mit Vereinbarung alleine auf ihren gemeinsamen Weg der Elternschaft geschickt werden“, so Szopinski abschließend.

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