Polizei

Düsseldorfer Polizei nennt Nationalitäten von Verdächtigen

Die Düsseldorfer Polizei hat neue Richtlinien für ihre Pressemitteilungen.

Die Düsseldorfer Polizei hat neue Richtlinien für ihre Pressemitteilungen.

Foto: Carsten Rehder / dpa

Düsseldorf.  Ab sofort werden die im Pass stehenden Herkunftsländer in Mitteilungen über Strafverdächtige genannt. Dies gilt auch für Deutsche, so die Polizei

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Die Düsseldorfer Polizei gibt in ihren Pressemitteilungen künftig immer die Nationalität von Straftatverdächtigen an. Damit wolle man den Spekulationen die Grundlage entziehen, die insbesondere in den Sozialen Netzwerken zu nahezu jeder Veröffentlichung entbrennen, heißt es dazu aus dem Präsidium.

Zu den bisher selbstverständlichen und unkritischen Angaben über Alter und Geschlecht komme nun die der Nationalität, „wenn wir sie genau kennen“, sagte ein Polizeisprecher. „Es geht nicht um Herkunft oder Migrationshintergründe, sondern um eine im Pass eingetragene Angabe der Nationalität – ohne jegliche Wertung.“ Auch die deutsche Nationalität werde künftig mit erwähnt. „Das gehört zur Wahrheit dazu.“

Lediglich bei Fahndungen nach Unbekannten werde man auch weiterhin die von Zeugen abgegebenen Personenbeschreibungen im Stile von „südländisches Aussehen“ übernehmen. (sg)

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