Rosenmontag

Düsseldorfer Rosenmontagszug in Nöten, weil Trecker fehlen

Ein von einem Trecker gezogener Wagen. Es könnte sein, dass in diesem Jahr beim Rosenmontagszug nicht genug Zugfahrzeuge zur Verfügung stehen.

Foto: Christina Görtz

Ein von einem Trecker gezogener Wagen. Es könnte sein, dass in diesem Jahr beim Rosenmontagszug nicht genug Zugfahrzeuge zur Verfügung stehen.

Düsseldorf.   Wenige Tage vor dem Rosenmontagszug fehlen in Düsseldorf noch zwölf Zugfahrzeuge. Zur Not müssten Wagen stehen bleiben. Hoffnung auf Landwirte.

Dem Rosenmontagszug in Düsseldorf droht ein Problem. Für die insgesamt 120 Wagen, die eam 12. Februar durch die Altstadt fahren sollen, fehlen aktuell noch zwölf Traktoren. Das bestätigt am Dienstag Heinz-Dieter Müller, der Wagenbauleiter des Rosenmontagszuges auf NRZ-Nachfrage.

„Wir müssen optimistisch bleiben“, gibt sich das Vorstandsmitglied des Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) kämpferisch. „Wir geben die Hoffnung erst Rosenmontag auf.“ Im schlimmsten Fall müssten einige Wagen stehen bleiben. Aber das wäre eine „Schande, vor allem für die kleineren Vereine“. Das soll auf jeden Fall vermieden werden. Deshalb bittet der Karnevalsverein alle Landwirte aus dem Großraum Düsseldorf um Unterstützung.

Nicht nur Trecker kommen infrage

Welche Wagen stehen bleiben müssten, sei aber noch nicht entschieden, betont Müller. „Da ist noch gar nichts spruchreif. Da will ich auch niemanden vor den Kopf stoßen.“ Denn noch bleibt ja die Hoffnung.

Nicht nur Traktoren können als Zugfahrzeuge dienen. Auch beispielsweise Unimogs stellen eine Alternative dar. „Alle Fahrzeuge, die ein Plateau ziehen können, kommen infrage. Wir nehmen alles, was wir kriegen können“, erklärt Müller.

Viel Arbeit, wenig Geld

Aber wie konnte es überhaupt zu diesem Engpass kommen? Der Wagenbauleiter hat da eine mögliche Erklärung. „Es gibt vergleichsweise wenig Geld für viel verbrachte Zeit“, stellt er fest. 100 Euro bekommen Fahrer für ihren Einsatz. Deshalb sei es unabdinglich, dass man auch „Enthusiasmus mitbringt“.

„Mein Traktorfahrer hat mir auch schon gesagt, dass man einen Rückgang spürt“, sagt Müller, der gleichzeitig auch bestätigt, dass einige Fahrer im Laufe der Zeit abgesprungen seien. Der Wagenbauleiter wünscht sich daher, dass der Düsseldorfer Karneval in Zukunft immer viele Unterstützer findet, die diesen Brauch fortführen. Nicht unbedingt wegen des Geldes.

Die bisherigen 108 Traktoren, die dem CC schon für Rosenmontag bereitstehen, stammen derweil alle von Landwirten aus der Umgebung.

Nachtrag vom Mittwoch, 7. Februar: Das Comitee Carneval hat bekannt gegeben, dass es nun doch genug Zugfahrzeuge beim Rosenmontagszug geben werde.

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