Tour de France

Düsseldorfs französische Schule im Tourfieber

Die Vorfreude in der französischen Schule in Düsseldorf ist riesig.

Die Vorfreude in der französischen Schule in Düsseldorf ist riesig.

Foto: Kai Kitschenberg.

Düsseldorf.  Die Schüler der Lycée français in Grafenberg erklären kurz vor dem Start der Tour die wichtigsten Fakten rund um das härteste Radrennen der Welt.

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Am Donnerstagmorgen wird schon am Eingang der französischen Schule in Grafenberg klar, dass heute kein normaler Schultag werden wird. Kinder fahren auf historischen Hochrädern über den Schulhof, manche scharen sich um ein Rennrad aus Bambus. Andere flitzen in gelben Radtrikots durch die Gegend. Die Tour de France kommt und versetzt Düsseldorf ins Radsportfieber - das merkt man ganz besonders in dem Lycée français.

Düsseldorfs französische Schule im Tourfieber

Die Schüler der Lycée français erklären kurz vor dem Start der Tour die wichtigsten Fakten rund um das härteste Radrennen der Welt.
Düsseldorfs französische Schule im Tourfieber

Bereits am Mittwoch hatten 23 der rund 600 Schüler bei einer Pressekonferenz Rede und Antwort gestanden. Nervosität? Kennt hier niemand. Die Mädchen und Jungen gefallen sich in der Expertenrolle ziemlich gut. Ist ja auch gewissermaßen ein Heimspiel.

Maxence ist einer der Ersten, die herbeigeeilt kommen, um die wichtigsten Fakten zur großen Schleife loszuwerden. Schnellstens muss die Frage rund um die Trikots geklärt werden. Grün, gelb, gepunktet - da kann man durchaus mal durcheinander kommen. "Ist gar nicht so schwierig. Gelb trägt der Gesamtführende, grün der beste Sprinter und gepunktet der, der am schnellsten die Berge hochfahren kann", sprudelt es aus dem Schüler heraus.

Erstmal ist aber wichtig wie es am Samstag losgeht. "Da gehen die Fahrer ganz alleine auf die Strecke. Gewinner ist der, der am Ende die beste Zeit erkämpft hat. Contre la montre eben", erklärt Aston. Dumme Frage. Paul brennt vor allem ein rotes Stück Stoff unter den Fingern. "Die Flamme Rouge müsst ihr kennen. Das ist ein dreieckiger Lappen, der den Fahrern kurz vor dem Ziel vor die Nase gehalten wird. Dann wissen die, dass sie kurz vor dem Ziel sind."

Vorfreude auf die Tour de France ist riesig

Draußen geht derweil das bunte Treiben weiter. Besonders großer Trubel herrscht rund um die Fahrräder von Rolf Flören. Der 67-Jährige ist Inhaber einer Hochradfahrschule in Mönchengladbach. Die skurrilen Gefährte sehen nur auf den ersten Blick wie Museumsstücke aus. "Diese Hochräder sind dreißig, vierzig Jahre alt und werden heute noch gebaut", erklärt Flören. Im Gegensatz zu den historischen Vorbildern haben die Fahrschuldrahtesel nämlich aufblasbare Gummireifen und Bremsen. Das Fahren überlässt er lieber der jüngeren Generation. "Dafür braucht man ganz schön viel Gleichgewichtsgefühl", sagt der 67-Jährige.

Egal ob jung oder alt, eins haben in diesen Tagen alle gemeinsam: Die Vorfreude auf die Tour de France. "Wir wünschen allen Menschen viel Spaß bei der Tour", ruft Maxence. "Wir jedenfalls freuen uns riesig. Es ist ja schließlich das wichtigste Radrennen der Welt. Und es kommt aus Frankreich - besser geht's also nicht mehr."

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