Feuerwehr-Wettbewerb

Düsseldorfs Höhenretter bundesweit auf Platz 4

Das Team der Feuerwehr Düsseldorf (von links): Christian Rams, Mathias Nolten, Jörg Janssen, Volker Thyssen, Patrick Behr und Tobias Wilkomsfeld.

Das Team der Feuerwehr Düsseldorf (von links): Christian Rams, Mathias Nolten, Jörg Janssen, Volker Thyssen, Patrick Behr und Tobias Wilkomsfeld.

Foto: Feuerwehr Düsseldorf

Düsseldorf.  Beim Leistungsvergleich der Höhenrettungsgruppen der Berufsfeuerwehren am Wochenende in Hamburg holte Düsseldorf Platz 4, Essen kam auf Platz 6.

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Zum 16. Mal startete am Wochenende der Leistungsvergleich der Höhenrettungsgruppen der Berufsfeuerwehren aus Deutschland. In einem spektakulären und spannenden Wettkampf belegte das Team aus der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt den vierten Platz. Als Sieger ging das Team aus Chemnitz vom Deck des spektakulären Austragungsorts auf dem Schiff Rickmer Rickmers.

Düsseldorf holte den Titel schon sieben Mal

Bereits Samstag um 8 Uhr versammelten sich 16 Höhenrettungsgruppen von Berufsfeuerwehren aus ganz Deutschland in Hamburg, um den bundesweiten Leistungsvergleich auszutragen. Das Team der Feuerwehr Düsseldorf hatte in der Vergangenheit bereits sieben Mal den Titel für sich entscheiden können. Der Austragungsort war diesmal typisch hanseatisch. Die Rickmer Rickmers, ein Vollschiff mit Segeln aus dem 19. Jahrhundert an den Landungsbrücken, diente mit seinen drei Masten für einen standesgemäßen Wettkampfs Ort.

Drei Übungen gab es für jede Mannschaft, die in einem vorgeschriebenen Zeitraum absolviert werden mussten. Bei Fehlern gab es Strafpunkte, um so nicht nur die Schnelligkeit zu bewerten, sondern vor allem das fachliche Geschick der Feuerwehrleute.

Bei schönstem Sonnenschein ging es für die Düsseldorfer Mannschaft bei der ersten Station um eine patientengerechte und schonende Rettung eines verunglückten Matrosen. Dieser war in seinen Klettergurt gefallen und unverletzt, konnte sich aber nicht mehr eigenständig befreien. Auf eine Höhe von 30 Metern mussten die Retter klettern, um sich dann zur Versorgung zum Patienten herunter zu lassen. Anschließend sicherte der Spezialisten den Verunfallten und brachten ihn sicher an Deck.

Team-Arbeit war bei den Aufgaben gefragt

Bei der zweiten Station war wiederum Teamarbeit gefragt. Am hinteren Mast des Schiffes musste ein Höhenretter auf ungefähr die Hälfte gesichert hochsteigen. Ziel war es, eine Flagge mit dem Stadtnamen am oberen Ende des Topp zu befestigen. Die zweite Hälfte konnte dann nur mithilfe der Muskelkraft der Kollegen am Boden auf einem Seemannsstuhl – ein Brett, das an einem Seil befestigt ist – über einen Flaschenzug bewältigt werden.

Am frühen Nachmittag ging es dann für die sechs Feuerwehrmänner aus Düsseldorf zu der wohl anspruchsvollsten Station in den Bauch des Schiffes. Im Maschinenraum war vor allem das rettungsdienstliche Können der Höhenretter gefragt, die zusätzlich alle Notfallsanitäter sowie Feuerwehrleute sind. Ein Arbeiter – simuliert durch eine hochmoderne Puppe – musste mit einer Schleifkorbtrage schonend aus dem Schiffsbauch gerettet werden. Zuvor musste allerdings die medizinische Erstversorgung durch die richtige Lagerung und Erhebung von Vitalparametern erfolgen. Jede falsche Bewegung konnte durch Computer an dem Simulator überwacht werden, sodass hier die Bewertung aller Teams gleichbleibend beurteilt wurde.

Als guter vierter waren nur die Mannschaften aus Chemnitz, Kiel und Berlin vor dem siebenmaligen Gewinner aus Düsseldorf. Die Feuerwehr aus Essen schaffte Platz 6, die Bochumer Feuerwehr holte belegte den letzten 16. Platz.

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