Hospiz

Jahrelanges Engagement für das Kinderhospiz Regenbogenland

Norbert Hüsson mit Egzon, dem ersten Kinder- und Jugendbotschafter im Regenbogenland.

Foto: Regenbogenland

Norbert Hüsson mit Egzon, dem ersten Kinder- und Jugendbotschafter im Regenbogenland. Foto: Regenbogenland

Düsseldorf.  Seit einem Jahrzehnt ist Norbert Hüsson Vorsitzender des Kinderhospiz-Fördervereins Regenbogenland. Das Engagement macht dem 61-Jährigen Spaß.

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Schon früh in seinem Leben hat Norbert Hüsson das Ehrenamt für sich entdeckt und engagierte sich während seiner Schulzeit als Schülerlotse und Schülersprecher. An diesem ehrenamtlichen Engagement hat sich bis heute nichts geändert. So ist er unter anderem Mitglied im Vorstand der Gesellschaft des Fördervereins der Kunstakademie Düsseldorf sowie Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) des Kreisverbands Düsseldorf – dort kümmert er sich aktuell um weitere Spenden zur Finanzierung der Professorenstelle von Musiker Dieter Falk. Die meiste Zeit schenkt der 61-Jährige aber dem Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland.

Seit rund einem Jahrzehnt hat er den Vorsitz des Fördervereins inne, dessen Hauptaufgabe die finanzielle Sicherung des Hospizes ist. Neben den Finanzen kümmert er sich – in enger Zusammenarbeit mit seinen Vorstandskollegen – zudem um Bereiche wie Fundraising oder Personal.

Hüsson leitet das Familienunternehmen seit 1979

Sicher wären viele Menschen mit dieser Fülle an Aufgaben längst ausgelastet – das gilt nicht für Norbert Hüsson. Der gebürtige Düsseldorfer ist nämlich Unternehmer, stieg bereits 1975 nach seiner Ausbildung zum Maler und Lackierer in die elterliche Firma ein, die er seit 1979 leitet. Das Handwerksunternehmen, von seinem Vater 1936 gegründet, bietet heute, neben Maler- und Lackiererarbeiten unter anderem Altbausanierung und Wärmedämmung an. „Ich empfinde weder meine Arbeit, noch mein ehrenamtliches oder politisches Engagement als anstrengend, ganz im Gegenteil, es macht mir großen Spaß“, sagt Hüsson.

Er habe bereits Meisterschule und Betriebswirtschaftsstudium abends neben dem Beruf absolviert, erzählt er weiter. Allerdings, so der Unternehmer, habe die Selbstständigkeit den Vorteil, sich seine Zeit weitestgehend selbst einteilen zu können. Diese unternehmerische Freiheit ermöglicht es ihm, sich mit großem zeitlichem Aufwand für das Regenbogenland einzusetzen.

Seit 2002 im Förderverein des Regenbogenlandes

Schon 2002 ist Hüsson dem Förderverein beigetreten, bevor er fünf Jahre später in den Vorstand berufen wurde. „Meine Frau und ich haben zwei gesunde Kinder, dafür sind wir sehr dankbar, denn das ist keineswegs selbstverständlich“, erklärt der 61-Jährige seine Motivation, sich für das Kinder- und Jugendhospiz zu engagieren.

Allerdings war es ihm immer wichtig, dass seine Mitarbeiter im Unternehmen und natürlich seine Familie diesen Aufwand mittragen. Alle leitenden Mitarbeiter seien schon einmal im Regenbogenland gewesen, viele engagierten sich inzwischen selbst ehrenamtlich dort, etwa als Mitglieder des Fördervereins, freut sich Hüsson.

Wer so aktiv ist, denkt natürlich keinesfalls darüber nach, in Zukunft möglicherweise etwas weniger zu arbeiten. Ein Leben im Ruhestand kann er sich gar nicht vorstellen, es sei denn ein sehr aktives. Aber zunächst einmal ist es ihm ein großes Anliegen, das Regenbogenland mittelfristig so zu organisieren, dass es noch etwas professioneller arbeiten kann und möglichst weniger von Spenden abhängig ist.

Hospiz ist angewiesen auf Spenden

Derzeit finanziert sich das Hospiz zu 75 Prozent aus Spenden, die verbleibenden 25 Prozent zahlen die Krankenkassen sowie der Landschaftsverband. So sei es beispielweise sehr wichtig, immer genügend Personal zu haben, sagt Hüsson.

Im Regenbogenland kommen nämlich auf zwei bis drei Kinder zwei Pflegekräfte, wenn nötig gibt es sogar eine Eins-zu-Eins Betreuung – die Krankenkassen dagegen halten es für ausreichend, dass eine Pflegekraft sich um zwei bis drei Kinder kümmert. „Bei uns entwickeln sich persönliche Beziehungen und die Krankenschwestern sind froh, nicht an sondern mit den Kindern arbeiten zu können“, sagt Hüsson.

Es gibt also noch genug zu tun für den engagierten Unternehmer und seine Kollegen.

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