Ein Preis für zwei im Orgelfach

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WILHELM-FABRY-FÖRDERPREIS. Die Qual der Wahl: Mit den Kirchenmusikern Friedhelm Haverkamp und Frank Krumbholz entschied sich die Jury einstimmig für zwei Könner an dem Tasteninstrument.

HILDEN. Der Hildener Friedhelm Haverkamp und der Kölner Frank Krumbholz sind die neuen Preisträger des Wilhelm-Fabry-Förderpreises, den die Jury in diesem Jahr zum ersten Mal in der Sparte Orgel vergeben hat. Die Entscheidung, den Preis zu teilen, fällte sie nach intensiver Beratung einstimmig. Dagmar Hebestreit, Vorsitzende des Kulturausschusses, gratulierte in der Reformationskirche am Alten Markt den beiden frischgebackenen Preisträgern und dankte den Fachjuroren. Friedhelm Haverkamp, 1961 in Hilden geboren, ist seit 1991 Kirchenmusiker an der Reformationskirche. Der 1979 in Hamm geborene Frank Krumbholz ist seit 2002 Kirchenmusiker in der Pfarrgemeinde St. Katharina in Köln.

Der 1978 zum ersten Mal ausgeschriebene Wilhelm-Fabry-Förderpreis, in diesem Jahr erstmalig im Bereich Orgel, ist mit 5120 Euro dotiert. Die beiden Preisträger, ausgewählt unter insgesamt sechs Bewerbern, hatten zuvor in einem Pflichtteil mit Werken von Johann Sebastian Bach, Max Reger und Johann Nepomuk David sowie zwei Stücken eigener Wahl ihr Können unter Beweis zu stellen. Fachjuror Professor Johann Geffert aus Köln sprach von einem hohen Niveau der zu spielenden Werke, die jede Schwäche gnadenlos bloßlegten. Das gelte vor allem für die Trio-Sonaten von Bach. Beiden Preisträgern zollte er große Anerkennung für ihre Leistung. Ein Lob des Fachjuroren Professor Oskar Gottlieb Blarr, Düsseldorf, galt der Stadt Hilden. "Ich finde es einfach toll, dass eine relativ kleine Stadt solch einen Preis im Bereich Orgel auslobt, in einer Zeit, in der größere Kommunen in diesem Sektor Gelder kürzen oder streichen", so Blarr. Hilden habe damit ein gutes Signal gesetzt und beweise die Beobachtung, dass die Kultur in die kleineren Städte abwandere. Sichtlich glücklich und stolzerfüllt nahmen die beiden Preisträger Gratulationen und Blumen entgegen. (kdk)

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