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Einbruch bei Übersee-Passagiere am Flughafen Düsseldorf

Maschinen der Eurowings und der Lufthansa am Düsseldorfer Flughafen. Eurowings hat die Langstreckenflotte am Rhein verkleinert, Lufthansa wirbt mit Umsteigeflügen in die USA über ihr Drehkreuz Frankfurt.

Maschinen der Eurowings und der Lufthansa am Düsseldorfer Flughafen. Eurowings hat die Langstreckenflotte am Rhein verkleinert, Lufthansa wirbt mit Umsteigeflügen in die USA über ihr Drehkreuz Frankfurt.

Foto: Götz Middeldorf

Düsseldorf.  Sattes Minus von 24 Prozent im Dezember bei Übersee-Passagieren. Ein Grund ist die Verlagerung von Langstrecken der Eurowings weg von Düsseldorf.

Obwohl das Jahr 2019 insgesamt exzellent für den Flughafen Düsseldorf lief, zeichnete sich schon im Dezember ab, dass der Verkehr in der nahen Zukunft eher stagniert oder zurückgeht. Das zeigen Zahlen des Flughafenverbandes ADV.

Insgesamt das größte Wachstum in Düsseldorf

Denn während im ganzen Jahr die Passagierzahl um fünf Prozent auf 25,5 Millionen stieg, ging sie im Dezember gegenüber dem Vorjahresmonat um sieben Prozent auf 1,65 Millionen Passagiere zurück. Bundesweit ging die Zahl der Reisenden dagegen nur um 1,9 Prozent zurück. Allerdings hatte es bundesweit auch kein so großes Wachstum im Jahr 2019 wie in der NRW-Hauptstadt gegeben. Die Zahl der Passagiere war um 1,5 Prozent auf 248 Millionen angewachsen.

Bei dem Rückgang in Düsseldorf fällt auf, dass die Zahl der Reisenden nach Übersee mit einem Minus von 24 Prozent regelrecht eingebrochen ist. Das liegt wahrscheinlich daran, dass der Lufthansa-Ableger Eurowings seine Langstreckenflotte in der Landeshauptstadt verkleinert. Der Mutterkonzern Lufthansa hat in den vergangenen Wochen viel Werbung dafür gemacht, Umsteigeflüge via Frankfurt oder München in die USA zu buchen. So lockt er indirekt Passagiere von NRW weg.

Durch zwei neue Tuifly-Flieger wird es wieder aufwärts gehen

Ab Herbst könnte es aber wieder deutlich aufwärts gehen mit Langstreckenflügen ab Düsseldorf. Tuifly hat angekündigt, zwei Boeing-Dreamliner zu stationieren, vorrangig um Reisende in die Karibik zu bringen.

Außerdem fällt auf, dass die Zahl der innerdeutschen Passagiere ab der NRW-Hauptstadt um zehn Prozent gesunken ist. Dies könnte daran liegen, dass es etwas weniger Angebot zu den Hauptzielen München und Berlin gibt, nachdem sich Ende 2018 gerade auf der Route nach Berlin Easyjet und Eurowings mit Discountpreisen attackierten. Dieses Jahr wird die Bahn wohl viel Verkehr abziehen. Sie hat die Preise gesenkt, weil sie weniger Mehrwertsteuer zahlen muss. Die Luftfahrtbranche muss dagegen ab April eine höhere Luftverkehrssteuer berappen.

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