Terror

Einstiger Weggefährte von IS-Henker "Dschihadi John" lebt in Düsseldorf

Bei dieser Person soll es sich um Mohammed Emwasi handeln, den "Henker" der IS-Terroristen. Sein früherer Weggefährte lebt in Düsseldorf.

Bei dieser Person soll es sich um Mohammed Emwasi handeln, den "Henker" der IS-Terroristen. Sein früherer Weggefährte lebt in Düsseldorf.

Foto: dpa

Düsseldorf.  An der Seite des späteren IS-Henkers "Dschihadi John" ist vor sechs Jahren ein Mann aus Düsseldorf aufgefallen. Inzwischen ist er zurück in seiner Heimat.

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Ein einstiger Weggefährte "Dschihadi Johns", des berüchtigten Kopfabschneiders der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), steht derzeit in Düsseldorf unter Bewährung. Sicherheitskreise bestätigten am Montag Informationen des "Spiegel", wonach der 29-Jährige in Tansania an der Seite des berüchtigten Mörders aufgefallen war. Der deutsche Konvertit sei als Angehöriger der salafistischen Szene unter Beobachtung, hieß es beim Verfassungsschutz NRW in Düsseldorf.

Ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft bestätigte, dass der Mann im vergangenen Oktober wegen Urkundenvergehens zu fünf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden war. Im Futter seiner Kleidung eingenäht seien falsche französische Papiere entdeckt worden, die mit seinem Passbild versehen waren. Bislang sei kein Verstoß gegen die Bewährungsauflagen bekanntgeworden.

Beweise dafür, dass der Düsseldorfer auch an den Verbrechen des Islamischen Staats beteiligt war, haben die Ermittler offenbar bislang nicht. Aussagen, wonach sich der Mann von der salafistischen Szene gelöst hat, wollten die Behörden aber ausdrücklich nicht bestätigen.

Henker des IS stammt aus Kuwait

Der in den Enthauptungsvideos vermummt auftretende und von der britischen Presse "Dschihadi John" genannte Henker des IS war als der aus Kuwait stammende Mohammed Emwasi identifiziert worden, der in London aufgewachsen sei.

Schon zuvor hatten Medien berichtet, dass er 2009 zusammen mit einem Deutschen und einer dritten Person nach Tansania gereist war. Ihnen sei jedoch die Einreise verweigert und sie seien abgeschoben worden. Damals sei angenommen worden, dass die drei Männer nach Somalia reisen und sich dort der islamistischen Terror-Miliz Al-Shabaab anschließen wollten.

Im September 2013 soll der Düsseldorfer auf der Rückreise aus Kairo am Frankfurter Flughafen mit den gefälschten Papieren erwischt worden sein. (dpa)

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