EU-Wahl

Erasmus-Programm kommt bei Düsseldorfer Studenten gut an

Auch andere Länder haben schöne Hörsäle: Bei den HHU-Studenten kommen Auslandssemester gut an.

Auch andere Länder haben schöne Hörsäle: Bei den HHU-Studenten kommen Auslandssemester gut an.

Foto: Lars Heidrich

Düsseldorf  Das beliebte EU-Austauschprogramm unterstützte zuletzt 276 Studierende der Heinrich-Heine-Uni beim Studium im Ausland.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

. Die EU ist bei vielen Bürgern als Bürokratiemonster verschrien – obwohl sie nur doppelt so viele Beamte wie die Stadt München beschäftigt – um unsinnige Gesetze zu erlassen, die etwa den erlaubten Krümmungsgrad für Gurken bestimmen. Dass die EU aber auch sehr lebensnah und praktisch sein kann, beweist sie seit 32 Jahren: So lange gibt es nämlich schon das Mobilitätsprogramm Erasmus, das beliebteste EU-Programm, welches auch gerne von Studenten in Düsseldorf für eine Weiterbildung im Ausland genutzt wird.

Programm hat stetiges Wachstum in Düsseldorf

So förderte das Programm 2017 das Erasmus-Studium von 276 jungen Düsseldorfern. „2016 waren es noch 254 Studenten, die das Erasmus-Studium nutzten und 2015 waren es 242“, so Anne Gellert, Sprecherin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU). Das Programm kann demnach einen kleinen, aber stetigen Zuwachs vorweisen. Neben einem oder mehreren Semestern ermöglicht Erasmus auch Praktika im Ausland.

Parteien machen Wahlkampf-Versprechen zur Verbesserung von Erasmus

Das Austauschprogramm erfährt auch im derzeitigen EU-Wahlkampf Aufmerksamkeit. Fast alle großen Parteien wollen den Austausch – der auch von Schülern, Sportlern und Auszubildenden genutzt werden kann – sowie dessen finanzielle Förderrate ausbauen. Studierende der HHU, die sich für eine Weiterbildung im Ausland entscheiden, bekommen finanzielle Unterstützung. Wer etwa nach Skandinavien, England oder die Benelux-Staaten reist, erhält 450 Euro im Monat. Studierende in südeuropäischen Ländern wie Spanien und Italien werden mit 390 Euro unterstützt und wer sich für südosteuropäische Länder oder die Türkei entscheidet, erhält 330 Euro an finanzieller Leistung.

Frankreich und Spanien sind beliebteste Länder der Studenten

Frankreich bleibt dabei über Jahre hinweg das beliebteste Reiseziel für Düsseldorfer Studierenden. Spanien steht in den vergangenen Jahren unangefochten auf Platz 2. Großbritannien, die durch den Brexit möglicherweise bald nicht mehr an dem Programm teilnehmen, sind wie Italien und Schweden ebenfalls bei jungen Düsseldorfern beliebt.

Studierende der HHU berichten immer wieder positiv über ihre Aufenthalte. So schreibt etwa ein Düsseldorfer Medizinstudent, der ein Semester im italienischen Salerno verbrachte: „Neben medizinischen Erkenntnissen habe ich die italienische Kultur und Sprache zu einem großen Stück kennenlernen können und möchte diese Erfahrung um keinen Preis in der Welt missen.“ Eine HHU-Studentin für Psychologie ist von ihrem Aufenthalt in Litauen ebenfalls begeistert: „Ich kann jedem die Kultur des Baltikums, die Erfahrung des Studierens an einer anderen Universität und den Erasmus-Austausch nur empfehlen.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben