Festival-Pläne

Rock in Rio Germany: Düsseldorf plant nächstes Mega-Event an der Messe

So stellt sich der Veranstalter aus Berlin das Open Air-Gelände für den Mega-Event Rock in Rio Germany vor – mit Bühne, VIP-Bereich und sogar einem Riesenrad.

So stellt sich der Veranstalter aus Berlin das Open Air-Gelände für den Mega-Event Rock in Rio Germany vor – mit Bühne, VIP-Bereich und sogar einem Riesenrad.

Foto: Veranstalter

Düsseldorf.   Wegen der Absage des Ed Sheeran-Konzerts steht auch das „Rock in Rio Germany“ in Düsseldorf vor dem Aus. Wieder muss die Politik entscheiden.

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Die Stadt Düsseldorf plant das nächste große Ding auf dem noch nicht genehmigten Open-Air-Gelände im Norden. Aber das Mega-Event „Rock in Rio Germany 2019“ droht – ebenso wie der Freiluftauftritt von Ed Sheeran – zu platzen. Oberbürgermeister Thomas Geisel hat die Fraktionen nun darüber informiert, dass der Veranstalter Druck macht. In einem Schreiben an den OB, das unserer Redaktion vorliegt, hat die Production Office POE GmbH aus Berlin die Sorge zum Ausdruck gebracht, dass nun nach dem Sheeran-Wirbel auch das „Rock in Rio“-Spektakel scheitert.

Werden die Pläne nun nicht mehr weiter verfolgt?

„Mit großem Interesse haben wir die Geschehnisse und Diskussionen um den D.Live Open Air Park und das geplante Konzert von Ed Sheeran verfolgt“, heißt es in dem Schreiben des Veranstalters an den OB. Und: „Angesichts der Entscheidung der Düsseldorfer Ratsgremien vom vergangenen Mittwoch sind wir nun mehr allerdings stark verunsichert, ob es überhaupt sinnvoll ist, diese Pläne weiter zu verfolgen.“

OB Geisel bittet nun die Fraktionen, „diese Frage zu erörtern und gegebenenfalls auch ein Gespräch mit den Veranstaltern zu führen, um sich über die erforderlichen Rahmenbedingungen zu informieren“. Da die Zeit wohl drängt, wäre der Rathauschef dann auch für eine „möglichst zeitnahe Rückmeldung dankbar“, wie er schreibt.

Musikfestival begann im Jahr 1985 in Rio

Das Musikfestival „Rock in Rio“ ging bereits sieben Mal in Rio de Janeiro selbst über die Bühne und auch schon jeweils dreimal in Lissabon und Arganda del Rey nahe Madrid. Es fand erstmals im Januar des Jahres 1985 über zehn Tage lang statt und wurde von mehr als 1,3 Millionen Menschen besucht. Das Spektakel lockt die besten Acts der Welt an: Dabei waren schon Beyoncé, Metallica, Shakira, Pater Gabriel, David Guetta, und, und, und.

Die Macher von „Rock in Rio Germany“ hatten sich Düsseldorf ausgeguckt. Und zwar nicht als „ein einmaliges und kurzfristig angesetztes Event auf dieser Fläche, sondern um eine langfristige Kooperation mit der Stadt Düsseldorf, die auch einen enormen wirtschaftlichen Benefit für die Stadt bringt“, heißt es im Schreiben des Veranstalters. „Die vorgelegten Konzepte, zahlreiche Gespräche und unsere Planungen haben gezeigt, dass der Parkplatz P1 an der Arena ein hervorragend geeigneter Ort für diese Art von „urbaner“ Großveranstaltung und innerhalb Deutschlands einzigartig ist.“

Die Premiere von „Rock in Rio Germany“ ist für Anfang August 2019 vorgesehen. Weitere Editionen sind dann zunächst für 2021 und 2023 im Wechsel mit Lissabon terminiert. In der portugiesischen Hauptstadt wurde das Festival erstmalig in 2003 durchgeführt und hat sich zu einer langfristigen Kooperation mit dem Veranstalter entwickelt. Es findet jeweils an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden statt.

Veranstalter: Für Mega-Konzerte seien Baumfällungen unabdingbar

Der Veranstalter weist gleichermaßen darauf hin, dass für die Mega-Konzerte Baumfällungen unabdingbar sind. „Um ein Festival dieser Größenordnung und in der gewohnten Qualität durchzuführen, sind natürlich ähnlich wie bei dem Ed Sheeran Konzert gewisse Infrastrukturmaßnahmen und Veränderungen an dem Gelände unausweichlich, so dass auch wir leider nicht auf das Umsetzen/Fällen von Bäumen verzichten können. Hierfür sind aber auch von unserer Seite entsprechende ökologische Maßnahmen und Ersatzpflanzungen von Bäumen eingeplant. Sämtliche durchgeführten Rock in Rio Festivals werden klimaneutral und unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit durchgeführt.“

Um Planungssicherheit zu bekommen, benötige der Veranstalter „unbedingt noch im Juli eine grundsätzliche Entscheidung“, ob und gegebenenfalls unter welchen Voraussetzungen die Stadt Düsseldorf, die Politik und die entsprechenden Gremien „bereit sind, das Projekt zu ermöglichen und insbesondere die erforderlichen Planungen und Genehmigungen für die Entwicklung der Fläche vorzunehmen“, heißt es im Brief. Nur dann habe man ausreichend Zeit, die Konzepte weiter zu konkretisieren.

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