Rettungsdienst

Feuerwehr ist auf Rheinkirmes bestens vorbereitet

Bereit für mögliche Einsätze: Mit Start der "Größten Kirmes am Rhein" beginnt für die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungs- und Sanitätsdienst – unter ihnen v.l. Michael Janus, Volker Reichardt und David Herresbach - eine arbeitsintensive Zeit. Foto: Stadt Düsseldorf/David Young

Bereit für mögliche Einsätze: Mit Start der "Größten Kirmes am Rhein" beginnt für die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungs- und Sanitätsdienst – unter ihnen v.l. Michael Janus, Volker Reichardt und David Herresbach - eine arbeitsintensive Zeit. Foto: Stadt Düsseldorf/David Young

Foto: David Young

Düsseldorf.  Kirmesgelände auf den Rheinwiesen gleicht einem eigenen „Stadtteil“ – mit Müllabfuhr, Kindergarten, Postboten und einem mobilen Krankenhaus.

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Mit der gestrigen Eröffnung der „Größten Kirmes am Rhein“, beginnt für die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungs- und Sanitätsdienst eine arbeitsintensive Zeit. Ab dann hat die Feuerwehr täglich 196 Einsatzkräfte für das gesamte Stadtgebiet im Dienst, die an den zehn Kirmestagen durch bis zu 40 weitere erfahrene und geschulte Mitarbeiter unterstützt werden. Dabei sind am Höhepunkt der Schützenfeierlichkeiten – zum Feuerwerk am Freitag, 19. Juli – sowohl zusätzliche Feuerwehrkräfte auf der linken Rheinseite, als auch wasserseitige Unterstützungen durch das Feuerlöschboot sowie zusätzliche Rettungsboote der Feuerwehr und Hilfsorganisationen für die schnelle Hilfe vor Ort.

Kirmes als „neuer Stadtteil“

Rund vier Millionen Besucher werden über die zehn Veranstaltungstage auf den Oberkasseler Festwiesen erwartet. 300 Schausteller laden mit zum Teil spektakulären Fahrgeschäften zum Kirmesbummel. Um den Besuchern ein unbeschwertes Flanieren und Feiern zu ermöglichen, wurde schon lange vor Beginn des Volksfestes mit den Planungen für die Feuerwehr und den Sanitätsdienst begonnen. Da die täglichen Besucherzahlen auf den Rheinwiesen, der Einwohnerzahl einer Großstadt gleichkommen, wird für zehn Tage ein „neuer Stadtteil“ mit kompletter Infrastruktur eingerichtet – mit Müllabfuhr, Kindergarten und Postboten für die Schaustellerfamilien sowie jeweils eine Rettungs- und Feuerwache und ein durch das Deutsche Rote Kreuz betriebenes mobiles Krankenhaus in Form einer Unfallhilfestelle.

Kirmes hat eigene Straßennamen und Hausnummern

„Zu dem Stadtteil gehören auch Straßennamen und Hausnummern, nur so kann sich jeder Besucher, Schausteller aber auch der Briefträger zurecht finden, erst recht wenn schnelle Hilfe erforderlich ist“, erklärt Oberbrandrat Thomas Hußmann, der seit 1994 federführend für die Einsatzplanung von Großveranstaltungen bei der Feuerwehr verantwortlich ist. „Anhand der Pläne, die durch die Feuerwehr jedes Jahr erstellt und mit Veranstalter, Ordnungsamt, Sicherheitsdienst des Veranstalters, Polizei und Sanitätsdienst abgestimmt sind, können wir direkt schon beim Eingang einer Notrufmeldung den schnellsten Weg zum Einsatzort bestimmen.“

Alle Fahrgeschäfte, Kirmesbetriebe und Festzelte haben eine eindeutige Kennzeichnung mit einer Straße und Hausnummer, die auf der rechten Seite der Schaustellerbetriebe sowie der Festzelte und Gastronomiestände in einer Höhe von zwei Metern angebracht ist. Mithilfe der auf dem Schild vorhandenen Informationen kann jeder Besucher über die europaweite Notrufnummer 112 schnelle Hilfe durch den Rettungsdienst oder die Feuerwehr rufen. Wie sonst auch laufen alle Notrufmeldungen zentral in der Leitstelle der Feuerwehr Düsseldorf auf der Hüttenstraße ein und werden von dort weitergehend bearbeitet. Die Einsatzkräfte aus der mobilen Rettungs- und Feuerwache sowie der Sanitätsdienst der Hilfsorganisationen werden dann umgehend alarmiert und machen sich von dort sofort zur gemeldeten Adresse auf.

Rettungskräfte schnell vor Ort

Um Einsatzfahrten mit den Fahrzeugen von Feuerwehr und Rettungsdienst durch die Besucherströme zu vermeiden, werden Anfahrtspunkte bereits im Vorfeld festgelegt, diese führen über eine Feuerwehrumfahrung um das komplette Veranstaltungsgelände herum. Dadurch können die Rettungskräfte schneller am Einsatzort sein und müssen sich nicht durch die Menschenmengen den Weg bahnen. Sollten dennoch mal Einsatzfahrzeuge die Besucherströme passieren müssen, werden diese durch den Veranstaltungsordnungsdienst begleitet.

Um bei Bränden oder Einsätzen zur technischen Hilfeleistung schnell vor Ort zu sein, betreibt die Feuerwehr bereits seit Jahren für die Kirmestage eine eigene Feuerwache an der Zufahrt zum südlichen Eingang der Rheinwiesen am Kaiser-Wilhelm-Ring. Dort sind ein Einsatzleitwagen, ein Löschfahrzeug, ein Gerätewagen Rettungsdienst sowie ein Führungsraum für den Einsatzleiter der Feuerwehr stationiert und während der Besucherzeit an den Kirmestagen einsatzbereit. Zwölf zusätzliche Mitarbeiter sind bis früh in den Morgen im Einsatz.

Maßnahmen für die Kirmes sind seit vielen Jahren erprobt

Die Maßnahmen der Feuerwehr Düsseldorf für die Kirmestage auf den Rheinwiesen sind seit vielen Jahren erprobt und werden jedes Jahr nach Abschluss der Größten Kirmes am Rhein mit allen Partnern zusammen evaluiert. Die Bemessung des Sanitätsdienstes wird aus der Erfahrung der letzten Jahre festgelegt. Im letzten Jahr versorgten die Retter des Sanitätsdienstes 206 (2017: 333) Patienten in den Unfallhilfestellen und Erste Hilfe-Bereichen, 97 (2017: 108) davon mussten anschließend vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus transportiert werden.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten im gleichen Zeitraum zu sechs Meldungen wie beispielsweise einer Personenrettung am Rhein, einem unkontrollierten Grillfeuer an der Oberkasseler Brücke und einer ausgelösten Brandmeldeanlage in der direkten Nachbarschaft der Kirmes aus.

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