Brand

Feuerwehr rettet 24 Menschen aus Obdachlosenunterkunft

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Die Feuerwehr rettete 24 Menschen.

Die Feuerwehr rettete 24 Menschen.

Foto: Dietmar Wäsche / Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Düsseldorf.  Dramatischer Einsatz in der Nacht zu Freitag für die Düsseldorfer Feuerwehr. Bewohnerin musste ins Krankenhaus. Kripo ermittelt.

Dramatischer Einsatz für die Feuerwehr Düsseldorf in der Nacht zu Freitag: Nachdem die Kräfte zu einem Wohnungsbrand im zweiten Obergeschoss einer Obdachlosenunterkunft in Lierenfeld alarmiert worden waren, mussten 24 Personen aus dem Gebäude befreit, vier davon über die Drehleiter aus dem Fenster gerettet werden. Insgesamt wurde eine Bewohnerin nach einer schweren Rauchgasinhalation in ein Krankenhaus transportiert.

Menschen standen am Fenster und riefen um Hilfe

Um kurz vor 3 Uhr in der Nacht hatte die Leitstelle die Feuerwachen Behrenstraße, Hüttenstraße, Posenerstraße sowie die Einheit der Freiwilligen Feuerwehr (Löschgruppe Umweltschutz) zum Brand in dem Haus an der Posener Straße alarmiert. Laut Anrufer brenne es im 2. Stock, die Fluchtwege seien versperrt und Menschen könnten Ihre Wohnung nicht mehr verlassen. Noch während der Anfahrt der ersten Kräfte meldete der bereits eingetroffene Rettungswagen, dass mehrere Personen am Fenster in der Brandetage zu sehen seien, die um Hilfe schreien würden.

Durch eigene Löschversuche hatte zudem die Bewohnerin der Brandwohnung größere Mengen des giftigen Rauchgases eingeatmet, konnte jedoch sofort dem Rettungsdienst übergeben werden. Auf der Rückseite des Gebäudes quoll dichter schwarzer Brandrauch aus dem geöffneten Fenster der Wohnung, der auch bereits in Teilen im Treppenraum der oberen Stockwerke des Gebäudes zu sehen war.

50.000 Euro Sachschaden

Der Zugführer entschied sich sofort für die Menschenrettung der Personen am Fenster im zweiten Obergeschoss. Die in Stellung gebrachte Drehleiter rettete die Personen am Fenster über den Drehleiterkorb. Mehrere Einsatzkräfte aller eingesetzten Einheiten konnten zudem zügig 20 weitere Personen aus dem Gebäude holen und in einem Bus der Rheinbahn betreuen und untersuchen, es musste keine weitere Person in eine Klinik transportiert werden.

Die Wohnung im zweiten Obergeschoss ist nicht mehr bewohnbar, der Rest des Hauses konnte nach dem Einsatz wieder bezogen werden. Die Brandursache ist unklar, die Kriminalpolizei ermittelt. Der Einsatz endete nach rund zwei Stunden. An dem Gebäude entstand ein Sachschaden von circa 50.000 Euro.

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