Hochwasser

Freilaufender Hund treibt Rehe in Kaiserswerth in den Rhein

Hochwasser in Düsseldorf: Mit 8.52 Metern war am Dienstag der Höchststand erreicht.  Foto: Kai Kitschenberg / WAZ FotoPool

Hochwasser in Düsseldorf: Mit 8.52 Metern war am Dienstag der Höchststand erreicht. Foto: Kai Kitschenberg / WAZ FotoPool

Foto: WAZ FotoPool

Düsseldorf. Das Rhein-Hochwasser in Düsseldorf hat möglicherweise mehreren Rehen das Leben gekostet. Ein freilaufender Hund schreckte das Wild am überschwemmten Kaiserswerther Ufer auf, das in den Rhein flüchtete. Eine Rettungsaktion der Feuerwehr misslang.

Das Hochwasser hat möglicherweise mehreren Rehen das Leben gekostet. Ein Anwohner in Kaiserswerth berichtete dem Jagd-Pächter Karl Radmacher, dass ein freilaufender Hund eines Spaziergängers ein Wild-Rudel auf den Rheinwiesen nahe Eulenberg-Weg aufgeschreckt hatte. Dabei sollen ein bis zwei Rehe aus Panik in den Rhein gestürzt sein. Die alarmierte Feuerwehr und der städtische Ordnungsdienst brachen die Rettungsaktion vor Ort ab. „Im Fluss wurden keine Rehe mehr gesichtet“, berichtete Feuerwehr-Sprecher Heinz Engels..

„Es ist besser, sie in Ruhe zu lassen“

In Absprache mit dem Jagdpächter einigten sich die Rettungs- und Ordnungskräfte darauf, lieber wieder abzuziehen. „Die Rehe sind Fluchttiere. Es ist besser, sie in Ruhe zu lassen. Dann passiert auch nichts.“ Die Tiere, die sich in Kaiserswerth in Rheinnähe aufhalten, seien mit dem Hochwasser bisher gut klar gekommen und hätten sich nicht zu weit vorgewagt. „Wichtig ist, dass sie nicht erschreckt werden“, so Radmacher.“ Der Jagdpächter appelliert deshalb an Spaziergänger, auf ihre Hunde aufzupassen.

Der Rhein zieht sich inzwischen wieder Zentimeter für Zentimeter zurück. Gestern früh um drei Uhr erreichte er mit 8,52 Metern den Höchststand. „Die Hochwasser-Welle läuft nun langsam ab“, berichtet später Kristian Lütz vom Stadtentwässerungsbetrieb. „Es sieht gut aus. Der Trend geht heute nach unten.“

Bis morgen Mittag fällt der Wasserstand um über einen Meter. Aber dann, so die Prognose des Hochwassermeldedienstes in Mainz, lautet die Tendenz für Düsseldorf erneut: „steigend.“

Keine klare Prognose fürs Wochenende

Zum Wochenende könnte der Rhein-Pegel wieder höhere Werte haben. „Das hängt von den neuen Niederschlägen im Süden ab“, so Lütz. Der Rhein werde aber wahrscheinlich nur „geringfügig“ steigen. Die genauen Prognosen müssen noch abgewartet werden. Für einen Abbau der Schutzvorrichtungen ist es auf jeden Fall noch zu früh. Die nächsten Tage bleiben auch viele Uferwege noch gesperrt.

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