Frühjahrsputz fürs Fahrrad

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Ich fahr’ so gerne Rad! Wer regelmäßig in die Pedale tritt, hält sich fit und gesund. Der Radfahrer sollte aber auch nicht vergessen, dass der geliebte Drahtesel – wie andere „Lebewesen“ eben auch – ständige Pflege braucht. Der Start des meteorologischen Frühlings ist ein günstiger Zeitpunkt, sein Rad auf Vordermann zu bringen. „Manchmal reicht ein Lappen und ein paar Tropfen Öl, um das Fahrrad fürs Frühjahr fit zu machen“, sagt Andreas Mertner vom Fahrradhandel und Dienstleister „Düsselrad“ an der Konkordiastraße in Unterbilk. Manchmal aber auch eben nicht. Hier eine NRZ-Checkliste für den Fahrrad-Frühjahrsputz. Daran sollten Sei denken, bevor Sie sich auf den Sattel schwingen.


Bremsen

Das größte Unfallrisiko entsteht durch den allmählichen Verschleiß der Bremsbeläge und durch falsche Einstellung der Bremsen. Deshalb sollte vor Fahrtantritt ein Funktionstest gemacht werden: Haben die Bremshebel am Lenker noch genug Kraft? Bewegen sich die Gelenke und damit die Bremsbacken am Rad zurück, wenn die Bremse losgelassen wird? „Wenn sich nicht mehr viel bewegt, sollten der Schmutz entfernt werden und die Gelenke Öl bekommen“, so Mertner. „Wenn es keine Bremswirkung mehr gibt, muss in den meisten Fällen der Seilzug nachgestellt werden.“


Licht

Sollte die Lampe hinten oder vorne nicht leuchten, liegt das in der Regel lediglich an einem kaputten Birnchen. „Es kann aber auch sein, dass Stecker, Rahmen oder einzelne Schrauben schon zu sehr gerostet sind und deshalb die erzeugte Energie nicht mehr geleitet wird“, sagt der Experte Andreas Mertner. Es sei von daher ratsam, alle Steckerchen für die Anschlüsse hin und wieder anzuschleifen.“


Schaltung, Kette, Speichen

Überprüfen Sie zunächst, ob sämtliche Gänge in der Schaltung funktionieren, denn auch da gibt es oft Abnutzungserscheinungen. Dann ist die Kette dran: Die sollte grundsätzlich beim Frühjahrsputz mit einem Lappen abgerieben und mit (nicht zu viel) Öl beträufelt werden. „Und zwar auf der Innenseite, den nur so verteilt sich das Öl gleichmäßig“, weiß Mertner. Anschließend noch die Kette justieren, denn sie „darf nicht so zu stark gespannt sein, aber auch nicht zu lasch aufliegen“, sagt der Fachmann. Schließlich die Speichen: Um heraus zu finden, ob die gleichmäßig gespannt sind, einfach das Rad drehen und lauschen. Mertner: „Wenn alles gut ist, machen die Speichen pling, eine lose Speiche macht hingegen plock.“


Lager

Zum Frühjahrs-Check sollte auch das Radlager überprüft werden. Da empfiehlt es sich, das Fahrrad am Lenker zu packen. Wackelt eines der Räder, obwohl es fest in der Verankerung sitzt, ist das Radlager kaputt. Weiter zum Tretlager: Dazu die Gabeln der Pedale rütteln. Sofern das Lager Spiel hat, ist es defekt.


Schrauben

Am Ende noch einmal alle Schrauben am Fahrrad durchgehen und festziehen. Bei Bikes mit Alu-Rahmen empfiehlt Mertner, die Nähte auf Risse zu untersuchen, „und zwar gerade bei günstigeren Modellen“, sagt er.

Übrigens: Ein paar Tropfen Öl auf die Kette oder auf die Gelenkarme sollten immer fließen, nicht nur zum Frühjahrsputz, und gerade bei Vielfahrern, rät Andreas Mertner Auch, wenn über einen längeren Zeitraum zu wenig Luft in den Reifen ist, gehen die Fahrräder kaputt.“

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