Spendenaktion

Geisel besteigt für guten Zweck sechs Berge an sechs Tagen

Stiftungsgründer Reinhard Gorenflos, Stipendiatin Maibatou Barry, Oberbürgermeister Thomas Geisel und Bergführer Christof Schellhammer.

Foto: Christine Holthoff

Stiftungsgründer Reinhard Gorenflos, Stipendiatin Maibatou Barry, Oberbürgermeister Thomas Geisel und Bergführer Christof Schellhammer.

Düsseldorf.   Oberbürgermeister Thomas Geisel erklimmt im August sechs Alpengipfel. Damit sammelt er Geld für eine Stiftung, die Mädchen in Burkina Faso hilft.

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Für Thomas Geisel wird die Luft bald dünn – und zwar ganz reell. Vom 8. bis 14. August will Düsseldorfs Oberbürgermeister sechs Alpengipfel besteigen, um Spenden für die Ausbildung von Mädchen in Burkina Faso zu sammeln. 7500 Höhenmeter werden er und seine fünf Mitstreiter dabei insgesamt zurücklegen. Ein durchaus sportliches Vorhaben, zu dem die Stiftung TuaRes da aufgerufen hat.

„Das ist eine anstrengende und herausfordernde Tour über einige der schönsten Alpengipfel, die man sich vorstellen kann“, sagte Geisel am Donnerstag bei der Vorstellung der Aktion im Rathaus. „Ich hoffe, dass ich die körperliche Fitness mitbringe.“

TuaRes finanziert den Familien die Schulgebühren

Sechs Gipfel in sechs Tagen stehen auf dem Programm des OB, der zusammen mit fünf Vertretern aus der Wirtschaft in luftige Höhen steigt: Ex-VW-Vorstand Michael Macht, Volker Mauritz aus Mülheim, Jakob Kjellberg aus London, Eberhard Schöbitz aus München und Stiftungsgründer Reinhard Gorenflos, mit dem Geisel seit mehr als 30 Jahren befreundet ist und ähnlich lange auf Wandertouren geht. Begleitet werden die Teilnehmer von den erfahrenen Bergführern Christof Schellhammer und David Göttler. Ihre Ziele: Piz Palü (3905 Meter), Galenstock (3586 Meter), Mönch (4099 Meter), Jungfrau (4156 Meter), Bishorn (4153 Meter) und Weißmies (4017 Meter).

Oberstes Ziel der Tour ist aber keiner dieser Gipfel, sondern möglichst viel Geld für Gorenflos’ Stiftung zu sammeln. Vor drei Jahren gründete sie der ehemalige Aral-Finanzvorstand und Investment-Manager, „um den Mädchen in Burkina Faso eine Chance auf Bildung zu geben“, so Gorenflos. Der heute 54-Jährige lebte als Kind selbst in dem westafrikanischen Land. Nicht einmal die Hälfte der Mädchen dort schließt die Grundschule ab, weil den Familien schlichtweg das Geld fehlt. „Genau diese wirtschaftlichen Motive wollen wir beseitigen“, sagt Gorenflos. Deshalb finanziere TuaRes die Schulgebühren und die Kantine, gibt den Familien Nahrungsmittel, stellt Schulkleidung und Solarlampen, manchmal auch Fahrräder, und organisiert Nachhilfeunterricht sowie psychologisch-soziale Betreuung. 300 Euro kostet es, ein Mädchen und seine Familie durch ein Schuljahr zu bringen. Mehr als 2800 junge Frauen haben seit der Gründung der Stiftung von ihr profitiert.

Spendensumme wird noch mal verdoppelt

Die allererste ist Maibatou Barry. Die 24-Jährige studiert inzwischen Wasseringenieurwesen und ist seit fünf Tagen für ein Praktikum in Deutschland, ebenfalls ermöglicht mit Stiftungsgeld. Sie sagt: „Ich bin die erste Person in meiner Familie, die eine weiterführende Schule abgeschlossen hat. In Zukunft würde ich gerne als Wasserbauingenieurin dabei helfen, mein Land aufzubauen. Ich möchte ein Vorbild für andere junge Frauen sein, die ihren eigenen Weg gehen wollen.“

5530 Euro sind bisher an Spenden für die TuaRes-Bergtour eingegangen. Gorenflos wird die Summe am Ende aus eigenen Mitteln verdoppeln.

Weitere Spenden gehen an: TuaRes Stiftung, IBAN: DE11700202700015201977, BIC: HYVEDEMMXXX, Verwendungszweck: TuaRes Bergtour 2015

Mehr Infos unter http://bertour.tuares.org.

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