Lohnerhöhung

Gewerkschaft will mehr Lohn für Düsseldorfer VHS-Lehrer

DGB und Linke fordern einen Regelsatz von 35 Euro pro Unterrichtsstunde.

DGB und Linke fordern einen Regelsatz von 35 Euro pro Unterrichtsstunde.

Foto: Christoph Schmidt

Düsseldorf.  Der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Linke fordern eine Erhöhung auf 35 Euro pro Unterrichtsstunde – der Regelsatz liegt derzeit bei 23 Euro.

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Verdienen Honorarkräfte an der Düsseldorfer Volkshochschule zu wenig? Denn laut dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) sei eine Honorarerhöhung für freie Lehrkräfte an der Volkshochschule längst überfällig: „Es ist mittlerweile Konsens im Rathaus, dass die Honorare mindestens auf das Niveau der Honorare für Integrationskurslehrkräfte angehoben werden müssen“, sagt Sigrid Wolf, Vorsitzende des Düsseldorfer DGB. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hatte eine Bezahlung der Lehrkräfte für Integrationskurse auf 35 Euro pro Unterrichtsstunde festgelegt.

1002 Honorarkräfte unterrichten an der VHS

An der Düsseldorfer Volkshochschule liegt die Bezahlung derzeit noch deutlich unter diesem Stundensatz: „Das Regelhonorar beträgt 23 Euro pro Unterrichtsstunde. Im Einzelfall können Honorare bis zu 30 Euro gezahlt werden“, so Stadtsprecher Manuel Bieker. Von der Lohnerhöhung würden viele Lehrer profitieren: Denn im vergangenen Jahr waren 1002 Honorarkräfte an der Volkshochschule tätig. Erst in diesem Jahr war das Honorar von 22 auf 23 Euro erhöht worden.

In anderen Städten ist der höhere Satz schon die Regel

„Mit 35 Euro brutto werden sowohl Vor-und Nachbereitung des Unterrichts abgegolten, müssen Rücklagen für Urlaub und Krankheitszeiten gebildet werden sowie die monatlichen Beiträge zu den Sozialversicherungen gezahlt werden“, betont Wolf. In anderen Städten wie Köln wäre die Bezahlung von 35 Euro längst etabliert.

Erst Anfang November hatten Düsseldorfer Parteien im Schulausschuss über eine Lohnerhöhung abgestimmt: Die Linke hatte per Antrag einen Satz von 35 Euro pro Unterrichtsstunde gefordert – das wurde aber abgelehnt. Doch das letzte Wort scheint noch nicht gesprochen: Die SPD-Fraktion im Schulausschuss sagte, dass sie bis zur Etatsitzung im Dezember einen eigenen Entwurf vorlegen und auch interfraktionell abstimmen möchte.

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