Rettungsaktion

Einsatz bei Düsseldorf: Mehrere Notrufe aus überhitztem Zug

Ein Großeinsatz von Rettungskräften am Düsseldorfer Flughafen-Bahnhof  lief an, nach kurzer Zeit konnte aber Entwarnung gegeben werden

Ein Großeinsatz von Rettungskräften am Düsseldorfer Flughafen-Bahnhof lief an, nach kurzer Zeit konnte aber Entwarnung gegeben werden

Foto: David Young / dpa

Düsseldorf.  Streikende Klimaanlagen in zwei Regionalzügen haben am Dienstag die Feuerwehr Düsseldorf auf den Plan gerufen. Verletzt wurde aber wohl niemand.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Weil mitten in der größten Hitze die Klimaanlagen in zwei Regionalzügen gestört waren, hat die Deutsche Bahn am späten Dienstagnachmittag Rettungskräfte zum Düsseldorfer Flughafen-Bahnhof gerufen. „Wir hatten selbst die Rettungskräfte informiert. Wir machen das vorsorglich“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn in Berlin. Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen aber nicht.

Die Reisenden konnten laut Bahn eigenständig am Bahnhof aussteigen und die nächsten Züge nutzen. Wegen einer Weichenstörung habe einer der beiden Züge eine Zeit lang auf der Bahnstrecke gestanden, ehe er habe weiterfahren können. Wie viele Bahnreisende insgesamt betroffen waren, konnte die Bahn zunächst nicht sagen.

Aufgrund der großen Hitze hatten wohl auch etliche Reisende den Notruf gewählt. Ein Großeinsatz von Rettungskräften lief an, nach kurzer Zeit konnte aber Entwarnung gegeben werden. „Es gab zunächst eine Meldung über eine kollabierte Person im Zug, vor Ort konnte die Person den Zug dann aber eigenständig verlassen“, teilte ein Sprecher der Düsseldorfer Feuerwehr dieser Redaktion mit.

Evakuierung war nicht notwendig

Zunächst hatte eine Sprecherin der Bundespolizei der Deutschen Presse-Agentur gesagt, dass eine Evakuierung des Zuges notwendig wäre. Dies wurde kurze Zeit später aber gegenüber dieser Redaktion seitens der Bundespolizei revidiert: „Eine Evakuierung war nicht notwendig.“

In dem Zug hätten keine Temperaturen geherrscht, die eine Räumung notwendig gemacht hätten. Der Notarzt habe sich andere Fahrgäste angeschaut - dabei habe sich nicht bestätigt, dass es Verletzte gegeben habe, sagte ein Feuerwehr-Sprecher. Die Feuerwehr versorgte Zuggäste vor Ort mit Wasser, dann konnte der Einsatz beendet werden.

Beide betroffenen Züge waren RE in Richtung Dortmund

Einer der beiden Regionalzüge war laut Bahn ein Regional-Express, der von Aachen nach Hamm in Westfalen unterwegs gewesen war und schließlich am Düsseldorfer Flughafen die Fahrt beendete. Bei dem anderen Zug habe es sich ebenfalls um einen Regional-Express gehandelt, dieser sollte vom Flughafen-Bahnhof Köln/Bonn nach Minden fahren. Nach dem Ausstieg einzelner Reisender sei er zunächst noch weitergefahren – aber nur bis Dortmund, sagte der Bahn-Sprecher.

Am Düsseldorfer Flughafen hat der Deutsche Wetterdienst am Dienstag auch die bundesweit höchste Temperatur gemessen: Nach vorläufigen Zahlen wurden am Nachmittag an der dortigen Messstation 36,8 Grad registriert. Dies bedeute einen neuen Stationsrekord für Juni, sagte DWD-Meteorologe Erwin Hafenrichter.

Der bisherige Höchstwert lag bei 35,2 Grad. Von der höchsten jemals in einem Juni in NRW gemessenen Temperatur blieb der Wert ein Stück entfernt: In Herten im Kreis Recklinghausen hatte das Thermometer im Juni 2002 genau 38,3 Grad angezeigt. (cfs mit dpa)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (9) Kommentar schreiben