Zirkus

Großzirkus Paul Busch kommt mit Wildtieren nach Düsseldorf

Clown Hansi beherrscht die Kunst des Lachen-Machens.

Clown Hansi beherrscht die Kunst des Lachen-Machens.

Foto: Kaulis / Zirkus Paul Busch

Düsseldorf.  Der Zirkus Paul Busch gastiert auf dem Düsseldorfer Staufenplatz. Eigentlich wollte die Stadt das Gastspiel verbieten, verlor aber vor Gericht.

Der Großzirkus Paul Busch gastiert von Freitag, 13. September, bis Montag, 23. September, auf dem Staufenplatz. Das Zelt wird schon einige Tage vorher aufgebaut. Vier 17 Meter hohe Stahlmasten tragen die zwölf Meter Rundkuppel des Zeltes mit 37 Metern Durchmesser und Platz für 900 Personen. Das blau-weiß-rote Chapiteau gibt mit Panoramasicht auf die Manege ohne störende Hilfsmasten.

Schon beim Eintreten in die Wunderwelt Circus fühlt man das royale Ambiente: Samt statt billigen Kunststoffs, bequeme Stühle und Schalensitze, modernste LED-Lichtanlage und eine Supersoundanlage.

Circus Paul Busch ist Kulturgenuss in siebter Generation. „Wir zeigen die ganze Bandbreite vom ,Theater des Volkes’ zum modernen Manegen-Event des dritten Jahrtausends“, sagt Paul Busch, Urenkel von Paul Busch (1850) und somit einzig legitimer Nachfahre der legendären „Circus Busch Dynastie“.

Traditionelles Haus mit moderner Technik

Den traditionellen Zirkus mit moderner Technik erwecken 25 Mitarbeiter zum Leben, unterstützt von ihren 29 Tieren: Pferde, Esel, Kamele, Ponys, verschiedenen Rinder, Zebras, Hunde und Ziegen. „Wir lieben unsere Tiere, und das bekommen wir auch durch unangemeldete Kontrollen der Veterinärämter bestätigt“, sagt Emilio Fran, der junge Orchesterchef (er spielt Schlagzeug, Orgel, Posaune und Trompete). „Wir denken, Düsseldorf ist eine zirkusfreundliche Stadt“, freut sich Zirkus-Sprecher Klaus Kaulis.

So präsentiert zum Beispiel Chefdresseur Markus Frank seine edlen Pferde: stolze Friesenhengste, rassige Araber, temperamentvolle Andalusier und argentinische Miniponys, die kleinsten Pferde der Welt. Bajazzo, Mario und Popov bieten Clownerien „zum Kaputtlachen“, heißt es. Henry, Meister der Hundedressur, lässt seine süßen Hunde fliegen.

Equilibristik: Martino aus Schweden vollbringt auf dem meterhohen Stuhlturm Kunststücke (Goldmedaille beim Europäischen Circusfestival in Liege/Belgien). Ebenfalls international erfolgreich sind die italienischen Brüder Jordano und Santiano am amerikanischen Todesrad.

Junge Artistinnen mit schwungvollen Hula-Hoop-Shows

Die jungen Artistinnen Françoise und Michelle wurden mit ihren schwungvollen Hula-Hoop-Shows in Frankreich zu Stars. Pjotr und seine sibirischen Kamele zeigen in ihrer Dressurnummer, was Eleganz auf vier Pfoten bedeutet. István aus Budapest bringt Exoten in die „Arena der Attraktionen“: Langhörner aus Texas, Ungarische Steppenrinder, Highlander und afrikanische Riesen-Watussirinder.

Vadim aus Russland widerlegt am Trampolin die Gesetze der Gravitation. Hoch oben in der Circuskuppel führt Ariane atemberaubende Akrobatik im Netz vor. Der Spanier Benito wirbelt am Seil, so dass er in seiner Heimat als „König der Lüfte“ gilt. Sehr zur Freude der Kinder tut er das als Spiderman verkleidet. Elegant zeigt Maria aus Italien erlesene Kunststücke in römischen Tüchern.

Die Stadt Düsseldorf wollte das Gastspiel des Zirkus verbieten, da er Wildtiere hat und für Düsseldorf ein Wildtier-Verbot für Zirkusse gilt. Der Zirkus klagte, bekam Recht und spielt nun auf dem Staufenplatz. Die Stadt ist nicht vor die nächst höhere Instanz, dem Oberverwaltungsgericht gegangen.

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