Handwerk

Handwerkskammer Düsseldorf begrüßt Meisterpflicht

Andreas Ehlert, Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf begrüßt den Schritt des Bundestages, die Meisterpflicht in 12 Handwerken wieder einzuführen.

Andreas Ehlert, Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf begrüßt den Schritt des Bundestages, die Meisterpflicht in 12 Handwerken wieder einzuführen.

Foto: Christof Köpsel / FUNKE Foto Services

Düsseldorf.  Der Schritt sei ein starkes Signal für Qualität und Qualifikation, sagt der Düsseldorfer Kammerpräsident Andreas Ehlert.

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Die Entscheidung des Bundestags zur Wiedereinführung der Meisterpflicht in zwölf Gewerken sei wichtiges Signal für den Verbraucherschutz und die Fachkräftesicherung, lobt NRW-Handwerkskammer-Präsident Andreas Ehlert.

Handwerk braucht keine Abschottung

„Die Entscheidung des Gesetzgebers zur Wiedereinführung einer Meisterpflicht in zwölf Handwerksberufen ist ein ausgewogener Kompromiss und ein starkes Signal für Qualität und Qualifikation im Handwerk - ein großer Erfolg“, sagt Ehlert. „Richtig ist, dass das Kriterium der Gefahrengeneigtheit im Mittelpunkt steht.“ Das sei das auch europa- und verfassungsrechtlich tragende Argument, so Ehlert weiter. „Dem Handwerk ist an Qualitätssicherung, nicht an Marktabschottung gelegen. Qualität der handwerklichen Leistungen und die Bestandsfestigkeit von Unternehmen sind wichtig für einen funktionierenden Leistungswettbewerb und damit für den Verbraucherschutz“, meint der Kammerpräsident.

Verbraucherschutz stärken

„Verschiedene Berufe haben sich in den vergangenen 15 Jahren stark verändert. Von daher ist es absolut richtig, dass der Gesetzgeber nun entschieden hat, den Verbraucherschutz und das Qualifikationserfordernis neu zu gewichten und zu stärken“, sagt Ehlert. Der Wirtschaftsbereich sei jetzt auch selbst gefordert, Meisterfortbildungsgänge neu zu entwickeln und Prüfungsinfrastruktur bereitzustellen.

„Wir gehen davon aus, dass wir möglicherweise weniger, dafür aber qualitativ bessere und nachhaltigere Gründungen habenwerden. Für die derzeit am Markt tätigen Unternehmen ändert sich nichts. Sie genießen Bestandsschutz“, schloss der Handwerkskammer-Präsident.

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