Ausbildung

Handwerkskammer Düsseldorf sucht Azubis

Im Bezirk Düsseldorf der Handwerkskammer sind noch mehr als 1000 Ausbildungsplätze frei (Symbolbild). Besonders in Branchen wie Heizungs- und Klimatechnik oder Elektronik seien Unternehmen noch intensiv auf der Suche nach Azubis.

Im Bezirk Düsseldorf der Handwerkskammer sind noch mehr als 1000 Ausbildungsplätze frei (Symbolbild). Besonders in Branchen wie Heizungs- und Klimatechnik oder Elektronik seien Unternehmen noch intensiv auf der Suche nach Azubis.

Foto: Oliver Berg / dpa

Düsseldorf.  Mehr als 1000 Plätze für Lehrlinge im Bezirk Düsseldorf sind derzeit unbesetzt. Ausbildungsstart und Praktika daher noch bis Ende Januar möglich.

Die Handwerkskammer (HKW) Düsseldorf meldet weit mehr als 1000 freie Ausbildungs- und Praktikumsplätze in ihrem Bezirk Düsseldorf. So können Bewerber sich noch in 67 Ausbildungsberufen – von der Automobilkauffrau bis zum Zahntechniker – für die freien Plätze bewerben, teilt die HWK mit.

12 Prozent weniger Azubis als im Vorjahr

Besonders die Gebäudeenergie- und Zukunftsbranchen im Bereich Anlagenmechanik für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie Elektronik seien noch intensiv auf Nachwuchssuche.

Bis November seien rund 6373 Berufsausbildungsverträge fürs Ausbildungsjahr 2020/21 im Bezirk Düsseldorf neu eingetragen worden. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt um 12 Prozent. „Die ausbildende Wirtschaft, so auch das Handwerk, hat kurz vor, während und kurz nach dem Lockdown kaum Kontakt mit Schulabgängern haben können“, erklärt Kammerpräsident Andreas Ehlert das Defizit an Azubis. „Dieses große Zeitloch ließ sich trotz vielerlei Kommunikationsanstrengungen von allen Seiten bis jetzt nur teilweise schließen“, so der HWK-Chef. „Infoveranstaltungen in Schulen und Karrieremessen, Azubi-Speeddatings, bei denen sich Unternehmer und Bewerber persönlich kennenlernen können: alles Fehlanzeige in diesem Corona-Jahr.“

Anders die Lage bei der IHK

Es sei „deshalb ausnahmsweise auch jetzt noch und bis Ende Januar möglich, eine Ausbildung zu beginnen; die Berufsschulen ziehen mit“, betont Ehlert. Neben Praktika und Lehre könne auch ein Einstiegsqualifizierungsjahr, das von den Arbeitsagenturen finanziell gefördert wird, helfen, junge Menschen gezielt auf eine anschließende Berufsausbildung vorzubereiten.

Bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Düsseldorf sehe die Lage anders aus, heißt es seitens der IHK auf Anfrage. Der Bezirk Düsseldorf der HWK sei sehr viel größer, so dass dort mehr offene Stellen verzeichnet werden. Der Düsseldorfer IHK-Bezirk umfasst Düsseldorf und den Kreis Mettmann. Genauere Angaben über freie Ausbildungsplätze könne man nicht machen, teilte ein Sprecher mit. „Wer aber jetzt noch eine Ausbildung beginnen möchte, kann sich melden und wir versuchen, die Leute dann unterzubringen.“ Die Bewerber müssen jedoch flexibel sein, wenn sie sich so spät im Jahr noch bewerben.

Freie Plätze der HWK, differenziert nach Berufen und Kontaktdaten, finden sich unter: www.handwerklehrstelle.de

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