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Heidi Klum kommt mit Topmodels in die Düsseldorfer Arena

Topmodel-Mutti  Heidi Klum kommt mit den „Mädels“ in die Düsseldorfer Arena.

Foto: Uwe Anspach

Topmodel-Mutti Heidi Klum kommt mit den „Mädels“ in die Düsseldorfer Arena. Foto: Uwe Anspach

Düsseldorf.   Der nächste große Deal von DCSE-Chef Michael Brill ist in trockenen Tüchern. Weiter gibt es aber Kritik am geplanten Open-Air-Gelände.

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Heidi Klums Topmodel kommen im Mai nach Düsseldorf in die Arena – und nicht wie zunächst geplant nach Köln. Der Deal der Düsseldorf Congress Sport & Event (DCSE) soll laut Medienberichten schon in trockenen Tüchern sein und Model-Mutti Klum sich schon auf die Final-Show von Germany’s next Topmodel“ in der NRW-Landeshauptstadt freuen. Das Finale soll an einem Donnerstag im Mai steigen, bestätigt wurde dies von der DCSE noch nicht. „Wir äußern uns dazu aktuell nicht“, so Sprecherin Annalena Mandrella zur NRZ. In einem Artikel in der Express von gestern bestätigte Lanxess-Arena-Boss Stefan Löcher die Absage für Köln bereits. Grund: „Wir müssen den Termin für das Finale früher wissen.“ Klum käme zum ersten Mal mit dem gigantisch anmutenden Topmodel-Finale in die NRW-Landeshauptstadt.

Klum-Deal ist die nächste große Nummer an der Arena

Für Michael Brill, Chef der Düsseldorf Congress Sport & Event (DCSE), ist der Klum-Deal die nächste große Nummer, nachdem nun bekannt wurde, dass Ed Sheeran am 22. Juli auf dem P1-Messeparkplatz vor 100 000 Leute ein Konzert geben will. Im so genannten D.Live Open Air Park, den es allerdings noch gar nicht gibt. Brills Hang zum Großen stößt mittlerweile allerorten auf Kritik. Die Grünen haben bereits einen offenen Brief an Oberbürgermeister Thomas Geisel geschrieben (NRZ von gestern), weil an der Messe 100 Bäume dem neuen Konzertgelände zum Opfer fallen werden.

„Hundert Bäume mal eben für ein kommerzielles Projekt auf dem Messeparkplatz zu opfern und nur den finanziellen Gewinn vor Augen zu haben: das ist ein bedenkliches Vorhaben, insbesondere angesichts der hochbedenklichen Luftgrenzwerte in der Stadt Düsseldorf“, sagt auch Andrea Vogelgesang von der Düsseldorfer Baumschutzgruppe. Die Bürger würden mit dem Zauberwort „Nachpflanzungen“ abgespeist, als wären Bäume einfach nur Deko am Straßenrand.

Schützen sorgen sich um die Rheinkirmes

Zuvor haben auch schon Anwohner aus Stockum und Lohausen die Pläne kritisiert. Und auch die St. Sebastianus-Schützen sorgen sich, weil Ed Sheeran zum diesjährigen Kirmes-Finale auf den Rheinwiesen das Open Air Konzert spielt. Und die Schützen nutzten den Messeparkplatz 1 bislang immer für Kirmes-Pendler.

„Die geplanten Baumumsetzungs- und fällungsmaßnahmen sind unausweichlich, um das Gelände als Open Air Park nutzen zu können“, sagt DCSE-Chef Brill. Die Eingriffe sollen aber „so umweltschonend wie möglich“ durchgeführt werden, „wir halten uns an die Richtlinien der Baumschutzsatzung“. Zum Thema Lärmbelästigung sagt Brill: „Die Emissionen durch Musik entstehen in einem vergleichsweise geringen Zeitraum. Das Konzert wird voraussichtlich drei Stunden dauern und schätzungsweise um 23 Uhr beendet sein. Zudem wird die Bühne in Richtung Rhein ausgerichtet! Auch in der Terminüberschneidung mit der Kirmes sieht Brill keinen Konflikt: „Wir berücksichtigen dies natürlich in der Planung des Verkehrskonzeptes.“

Vorsicht vor Größenwahn – ein Kommentar von Stephan Wappner

Michael Brill, seit etwa einem halben Jahr Chef der Düsseldorf Congress Sport & Event, macht keine halbe Sachen. Ed Sheeran auf einem neuen Festivalgelände für 100 000 Zuschauer an der Messe, Klums Bohnenstangen vor kreischenden Teenagern und Kindern in der Arena. Kann man gut finden, muss man nicht. Fakt ist: Brill sorgt dafür, dass Düsseldorf wieder auf der Karte der Großveranstaltungen zu finden ist.

Aber: Muss eigentlich alles immer und um jeden Preis größer, besser, gigantischer werden? Warum müssen auf P 1 an der Messe 100 Bäume gefällt werden für eine neue Düsseldorfer Premiumkonzertmarke „D.Live Open Air Park“? Und was genau ist mit dem Wort „Park“ gemeint auf einem Betonparkplatz, auf dem dann zuvor die letzten Bäume gefällt wurden?

Sturm Ela hat vor knapp vier Jahren viel Grün in der Stadt zerstört, mit dem mutwilligen Fällen von Bäumen haben die Düsseldorfer spätestens seitdem verständlicherweise ein Problem.

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