Langenfeld.

Helikopterplatz an der Dückeburg?

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Langenfeld. Nach wie vor hängt die Entscheidung in der Luft. Es geht um den Hubschrauberlandeplatz. Den hat der Langenfelder Unternehmer Gerhard Witte unmittelbar an seinem Wohnsitz in der Dückeburg beantragt. Vor Monaten schon. Ob er die Genehmigung dafür bekommt? Das letzte Wort in der Sache spricht die Bezirksregierung Düsseldorf. Doch die lässt sich Zeit. „Es ist momentan nicht absehbar, wann es zu einer Entscheidung kommen wird, da der Antrag weiterhin geprüft wird“, sagte Volker Klagges von der Pressestelle der Behörde auf NRZ-Anfrage. In diesem Jahr ist mit einem Ja oder Nein „mit großer Wahrscheinlichkeit nicht zu rechnen“, fügte er hinzu.

Es bleibt also vorerst weiter alles in der Schwebe. Wobei der Widerstand gegen den beantragten Hubschrauberlandeplatz groß ist. „Wir hoffen sehr, dass die Bezirksregierung eine bürgerfreundliche Entscheidung fällen wird“, sagt Günter Striewe. Der Langenfelder steht an der Spitze einer Bürgerinitiative, die sich gegen den geplanten Helikopterplatz formiert hat. Die Anwohner fürchten durch die Starts und Landungen des Hubschraubers um ihre Ruhe. Sogar mit einer Unterschriftensammlung wurde in Langenfeld gegen den Hubschrauberlandeplatz mobil gemacht.

„Witte kann überhaupt keinen Anspruch auf Genehmigung seines Antrags geltend machen“, wettert Striewe. Er verweist darauf, dass die Umgebung rund um die Dückeburg offiziell als ein Naherholungsgebiet ausgewiesen ist. Ein Hubschrauberlandeplatz passe da überhaupt nicht ins Bild. „Sollte die Bezirksregierung den Helikopterplatz genehmigen, werden wir Klage erheben“, kündigt Striewe an.

Suche nach Alternativen

Langenfelds Bürgermeister Frank Schneider (CDU) bleibt derweil gelassen. „Nach meinen Informationen sucht Witte derzeit nach Alternativstandorten für einen Hubschrauberlandeplatz“, sagt er auf NRZ-Anfrage. Wie dazu der aktuelle Stand ist, ist offen. Schneider hatte Witte im Sommer in einem Brief gebeten, angesichts des Widerstands in Langenfeld gegen einen Hubschrauberlandeplatz an der Dückeburg nach anderen Standorten Ausschau zu halten.

Sollte Witte für seinen Antrag grünes Licht bekommen, will Schneider dies in jedem Fall akzeptieren – und eben nicht gegen die Entscheidung der übergeordneten Behörde vorgehen.

Diese Position hatte Schneider viel Kritik im Rathaus eingebracht. SPD und Grüne kreideten ihm an, nicht eindeutig genug Farbe zu bekennen.

Eine klare Position vertritt indes Striewe. „Einen Hubschrauberlandeplatz an der Dückeburg darf es keinesfalls geben“, sagt er. Der Schutz der Natur müsse oberste Priorität haben.

Das Argument von Witte, der den Hubschrauberlandeplatz als dringend notwendig für den weiteren Verbleib seiner bundesweit tätigen Firma in Langenfeld bezeichnet hatte („Wir müssen im Falle eines Falles schnell bei unseren Kunden sein“) lässt Striewe nicht gelten. „Damit wird der Versuch unternommen, die Stadt und die Bezirksregierung zu erpressen“, meint der Langenfelder.

Nach seiner Meinung sind die wirtschaftlichen Interessen in der Sache ohnehin nur „vorgeschoben“. Witte, der Hobbyflieger ist, „verfolgt mit dem Hubschrauberlandeplatz reine Privatinteressen“, behauptet Striewe.

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