Oberbilk.

Hoffnung für das „Düsselgrün“

Der Düsselgrün-Garten auf einem Baugrundstück an der Haifastraße in Düsseldorf am DIenstag den 24.06.2014. Foto: Lars Heidrich / WAZ FotoPool

Der Düsselgrün-Garten auf einem Baugrundstück an der Haifastraße in Düsseldorf am DIenstag den 24.06.2014. Foto: Lars Heidrich / WAZ FotoPool

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Düsseldorf Oberbilk. Es begann als Projekt der Quadriennale 2014, und die stand unter dem Motto „Über den Tag hinaus“. Doch für den Bürgergarten „Düsselgrün“ an der Haifastraße droht jetzt das „Aus“. Er liegt auf einer Lücke zwischen den dortigen Wohnhäusern. „Wir müssen unseren Gemeinschaftsgarten bis zum 31. August räumen“, berichtet Julia Wegenast von Düsselgrün.

Allerdings haben die leidenschaftlichen Hobbygärtner die Hoffnung, dass sie zumindest noch bis zum Ende der Erntezeit im Oktober bleiben können. Denn dann könnten Gemüse, Salat, Obst, Beeren und Stauden in einen anderen Garten verpflanzt werden, ohne zu verdorren.

Das brachliegende Grundstück zwischen den Wohnhäusern hatte die „Stiftung Schloss Benrath“ den Gemeinschaftsgärtnern zur „Quadriennale“ angeboten., bei der auch das „urban gardening“ Thema sein sollte. Das Ganze sollte auch an den historischen „Elisabeth Garten“ am Benrather Schloss erinnern. „Düsselgrün“ bekam so mehrere Hochbeete, und in denen entstand ein nachhaltig bewirtschafteter, ökologischer Garten inmitten einer Häuserreihe.

Die jungen Gärtner hatten jedoch „überstürzt und kurzfristig“, so Wegenast, einen Vertrag mit der Stiftung unterschrieben, nach dem der Garten nur bis zum 31. August genutzt werden sollte.

Inzwischen haben sich allerdings auch etliche Politiker, darunter der designierte OB Thomas Geisel, dafür ausgesprochen, dass der Garten bis zum Ende der Vegetationsperiode erhalten bleiben kann. Grüne und SPD wollen zudem in der Bezirksvertretung 3 am 1. Juli einen entsprechenden Antrag einbringen, um den urbanen Garten zu halten.

Denn noch ist nach Informationen der NRZ nicht klar, ob das städtische Grundstück bald verkauft und bebaut werden wird. Aber auch das hätte eine mehrmonatige Vorlaufzeit, die allemal bis in den Spätherbst reichen würde.

Die engagierten Bürgergärtner verhandeln zurzeit mit der Stadt über eine Verlängerung ihrer Gartenzeit. Ein neues Grundstück haben die Gärtner noch nicht. „Wir brauchten am besten etwas für drei Jahre, damit sich der Umzug lohnt und die Hochbeete nicht kaputt gehen“, sagt Wegenast. Außerdem suchen sie Macher von „Düsselgrün“ noch Sponsoren oder Förderer: „Wir könnten das Geld für einen Umzug mit den Pflanzen und Hochbeeten ja gar nicht bezahlen.“

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