Politik

Junge Düsseldorfer gründen „Deutsche Sportpartei“

Eine der Forderungen der neuen „Deutschen Sportpartei“, die vor zwei Monaten in Düsseldorf gegründet wurde.

Eine der Forderungen der neuen „Deutschen Sportpartei“, die vor zwei Monaten in Düsseldorf gegründet wurde.

Foto: DSP

Düsseldorf.   Die neue Partei, hat bereits einen Landesverband und mehrere Kreisverbände am Niederrhein. Sie will bereits kommendes Jahr mit jungen Themen zur Landtagswahl und zur Bundestagswahl antreten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Viele junge Leute sind von der Politik frustriert. Doch statt sich von der Politik komplett abzuwenden, haben jetzt junge Menschen vor allem aus Düsseldorf eine eigene Partei gegründet, mit der sie ordentlich mitmischen wollen. Die „Deutsche Sportpartei“ (DSP) hat bereits einen NRW-Landesverband mit 400 Mitgliedern, davon etwa 100 aus Düsseldorf, sowie zehn Kreisverbände.

„80 Prozent unserer Mitglieder sind zwischen 16 und 25 Jahre alt und überwiegend Schüler, Studenten und Auszubildende“, sagt Michael Möller, in Düsseldorf-Gerresheim lebender Bundesvorsitzender der DSP und mit 53 Jahren eher ein „alter Sack“ und graue Eminenz der Partei. „Das Durchschnittsalter der Mitglieder liegt bei etwa 23 Jahren“, sagt Michael Möller, der den Bundesvorsitz nur vorübergehend und unterstützend inne hat: „Bis der Laden so richtig rund läuft.“ Sein Sohn Mike Maximilian Möller (19, Abiturient) ist Generalsekretär der jungen Sportpartei und verantwortet mit Vorstands-Kollege Patrick Michels auch das eigene Radio (www.schulradio-deutschland.de).

„Wir als jüngere Generation fühlen uns vom bestehenden Parteienangebot gänzlich im Stich gelassen“, sagt Generalsekretär Mike Maximilian Möller, der auch schon bei der CDU und den Freien Wählern in Düsseldorf mitmischte. Aber das war nicht sein Ding. „Und auch in populistischen Parteien, egal ob rechts oder links, sehen wir als DSP keine Alternative für Deutschland.“ Deswegen wurde vor zwei Monaten in Düsseldorf die eigene Partei gegründet: „Denn das chauvinistische Auftreten der etablierten Parteien grenzt die Jugend aus und führt zur Wahlverdrossenheit.“ Daher, so Mike Möller, habe die Jugend und Junggebliebende jetzt endlich mit der DSP eine Stimme.

Über den rasanten Mitgliederzuwachs ist die junge Partei selbst erstaunt – und das gibt ihr Ansporn. „Wir gründen wöchentlich neue Verbände in Nordrhein-Westfalen“, sagt Bundesschatzmeister Oliver Dyguda (19), ebenfalls Abiturient aus Düsseldorf. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis neben NRW weitere Landesverbände konstituiert werden.“ Innerhalb der kommenden zwölf Monaten strebt der Schatzmeister eine Mitgliederzahl von 3000 an.

Zwar heißt die neue Vereinigung „Sportpartei“, doch sie sieht sich nicht als eine Ein-Themen-Partei. Es geht natürlich um Sport, aber auch um Schul- und Uni-Themen, Renten-Politik, Staatsverschuldung, Verkehrspolitik. Und eins ist den jung-Politikern ganz wichtig: Das Wahlrecht ab 16 Jahre für alle Wahlen in Deutschland. „Denn wir wollen uns nicht länger verschaukeln lassen, sagt Marvin Omorodion (19), der stellvertretende Bundesvorsitzende.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben