Politik

Junge Liberale fordern andere FDP-Strategie

Marie-Agnes Strack-Zimmermann kann die Kritik an der angeblichen „One-Man-Show“ der FDP nicht nachvollziehen.

Marie-Agnes Strack-Zimmermann kann die Kritik an der angeblichen „One-Man-Show“ der FDP nicht nachvollziehen.

Foto: Christophe Gateau

Düsseldorf.   Düsseldorferin und FDP-Bundesvize Marie-Agnes Strack-Zimmermann weist Kritik aber zurück – FDP in Umfragen konstant.

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Heute und morgen findet in Stuttgart wie gewohnt das so genannte Dreikönigstreffen statt, eine Großveranstaltung, bei der sich die Parteimitglieder der FDP aus ganz Deutschland treffen, um den Auftakt ins politische Jahr zu starten und Strategien für die Zukunft zu diskutieren. So wie es scheint steht bei manchen Mitgliedern die derzeitige Partei-Strategie in der Kritik: Die FDP sei nur noch eine „One Man Show“, bestehend aus Parteichef Christian Linder. Es müsse daran gearbeitet werden, nicht nur Einzelpersonen in den Fokus zu stellen, heißt es von Ria Schröder, Vorsitzender Jungen Liberalen.

Die Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete, örtliche Partei-Chefin und FDP-Bundesvize Marie-Agnes Strack-Zimmermann kann der Kritik der Juli-Vorsitzenden nicht viel abgewinnen: „Die FDP spielt in der Opposition eine zentrale Rolle und da ist es nur normal, dass Christian Lindner als Fraktionsführer ebenfalls eine zentrale Rolle spielt und das in den Medien auch so dargestellt wird.“

Umfragen bestätigen die Partei-Strategie

Auch andere Parteien würden auf einzelne Personen reduziert, argumentiert die stellvertretende Vorsitzende. „In den letzten Monaten war bei der CDU etwa nur von Merkel, Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz die Rede.“ Einen Strategiewechsel hält Strack-Zimmermann derzeit deshalb nicht für notwendig. Denn: „Umfragen zeigen, dass wir konstant gute Ergebnisse erhalten und bei neun bis zehn Prozent liegen. Man sieht, dass es der richtige Schritt gewesen ist, keine Jamaika-Koalition mit CDU und Grünen einzugehen“, so die Düsseldorfer Politikerin. Auch wenn man oft den Eindruck hat, die FDP geht etwas zwischen den lauten Stimmen der anderen Parteien unter, so habe sich der moderate Kurs ausgezahlt: „Beim Thema Einwanderung etwa vertreten wir einfach keine radikalen Positionen. Wir wollen, dass die Leute, die hier hinkommen wollen, sich bewerben, einen Job finden und sich an die Regeln halten“, so Strack-Zimmermann.

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