Unfall

Junge stürzt in alter Düsseldorfer Papierfabrik in die Tiefe

In der Papierfabrik Hermes an der Fringsstraße passieren häufiger Unfälle. Das Gebäude darf eigentlich nicht betreten werden.

In der Papierfabrik Hermes an der Fringsstraße passieren häufiger Unfälle. Das Gebäude darf eigentlich nicht betreten werden.

Foto: Katharina Gilles

Düsseldorf.   Der 16-Jährige war mit zwei Freunden in dem leerstehenden Gebäude im Hafen. Er stürzte acht Meter tief ab. Auch ein Feuerwehrmann wurde verletzt.

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Schlimmer Unfall in der Papierfabrik: Am Samstagabend ist ein 16-Jähriger in dem Gebäude an der Fringsstraße im Düsseldorfer Hafen in die Tiefe gestürzt. Der Jugendliche wurde bei dem Unglück schwer verletzt.

Wie Feuerwehr und Polizei mitteilten, hatten sich drei Jugendliche zu dem leerstehenden Gebäude Zutritt verschafft. Aus ungeklärter Ursache stürzte gegen 21.15 Uhr ein 16-jähriger Junge über acht Meter in die Tiefe und verletzte sich schwer. Einer seiner beiden Begleiter alarmierte umgehend die Rettungskräfte. „Er erlitt ein Polytrauma“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Das bedeutet, dass er zahlreiche schwere Verletzungen wie mehrere Knochenbrüche erlitt. Er wurde mit einem Notarzt in die Uniklinik gebracht. Auch ein Feuerwehrmann soll bei der Rettungsaktion verletzt worden sein, allerdings nur leicht, heißt es.

Alte Papierfabrik sollte längst abgerissen werden

Warum sich die Jugendlichen in dem Gebäude aufhielten, ist unklar. „Immer wieder kommt es vor, dass sich Leute trotz der Absicherung des Gebäudes irgendwie Zutritt verschaffen“, sagt der Sprecher der Polizei. Im Gebäudeinneren sehe es aus wie in einem Rohbau. „Es ist dort natürlich abends dunkel und gefährlich, weil in der Papierfabrik mehrere Löcher in den Böden sind. Da geht es teilweise mehrere Meter tief hinab“, sagt der Sprecher.

Erst im März vergangenen Jahres stürzte ein Jugendlicher rund zehn Meter tief in einem Schacht der damals bereits leerstehenden Papierfabrik. Eigentlich sollte bereits Ende des vergangenen Jahres der Abriss des alten Gebäudes beginnen. Mittlerweile sollen rund 200 Stahlplatten das Gebäude vor Unbefugten schützen.

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