Hilfsprojekt

Katharina Mayer macht Familienporträts für den guten Zweck

Sie hat Katharina Mayer für das Projekt schon vor die Linse bekommen: Oberbürgermeister Thomas Geisel mit seiner Familie.

Sie hat Katharina Mayer für das Projekt schon vor die Linse bekommen: Oberbürgermeister Thomas Geisel mit seiner Familie.

Foto: Katharina Mayer

Düsseldorf.   Fotografin Katharina Mayer hat das Projekt „Familia hilft Familien“ in Düsseldorf initiiert. Schirmherr ist Oberbürgermeister Thomas Geisel.

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Er hat als Kulisse seine Stadt gewählt, die Steine am Rheinufer. Dort hocken und stehen die Eltern und fünf Töchter der Familie Geisel. Sie sehen glücklich aus, die Mädchen tragen Blumenkränze im Haar, der Vater hat die Hosenbeine hochgekrempelt. Es ist ein perfektes Bild, ein Familien-Kunstwerk. Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) ist der erste, der sich mit seiner Familie an dem wohltätigen Projekt „Familia hilft Familie“ beteiligt, und er ist zugleich Schirmherr der Initiative.

Initiatorin ist die Fotografin und ehemalige Becher-Schülerin Katharina Mayer. Sie fertigt seit dem Jahr 2000 eine Serie von Familien-Porträts an, in der sie Personen und die Individualität der Gruppe an besonderen Orten festhält. In diesem Jahr widmet sie ihre Arbeit komplett dem guten Zweck. Sie unterstützt damit das Projekt „Familia hilft Familie“.

In dem Projekt der Hilfsorganisation „vision:teilen“ werden Familien unterstützt, die „sonst durch das Raster fallen“, so Sprecher Daniel Stumpe.

Familienporträts brauchen Zeit

Die ersten fünf Arbeiten sind bereits fertig. Sie zeigen, wie wertvoll diese Bilder sind. „Jede Arbeit entsteht durch Einfühlung und die Gespräche mit den Familien. Daraus wächst die Idee der späteren Inszenierung“, erklärt Mayer. Und damit die entsteht, braucht es Zeit – und die nimmt sich Mayer.

Auch für ihre vergangenen Familienporträts war viel Zeit nötig – und eine Menge reisen. Denn Mayer porträtiert nicht nur hierzulande Familien. Sie zieht es auch immer wieder ins Ausland. So hat sie unter anderem Familien in Vietnam, Italien und England abgelichtet und dabei immer wieder ihren Familienbegriff erweitert. Denn jeder Mensch habe eine Familie, eine in der Vergangenheit aus Vater und Mutter und vielleicht eine andere in der Zukunft, so Mayer. Daher ist dieses Projekt für sie umso mehr auch ein „Herzensprojekt“.

Familie bedeutet Heimat

Für Bruder Peter Amendt, Leiter „vision:teilen“ bedeutet Familie eine Lebensgemeinschaft, die überall auf der Welt zu finden ist – aber auch Heimat. Gerade in Ländern der dritten Welt spielt die Familie eine tragende Rolle und diese schafft es auf die Bilder von Mayer.

Die Arbeiten die nun jedoch für den guten Zweck entstehen, sollen im nächsten Jahr im Februar im Düsseldorfer Rathaus ausgestellt werden. Sie werden im Format 110 mal 120 Zentimeter hinter Acrylglas auf Alu-Dibond produziert. Heraus kommt ein einmaliges, handsigniertes Familienporträt. Die Galerie fiftyfifty kümmert sich um die Produktion und Vermarktung. Die Einnahmen gehen an Familien in besonderen Notlagen.

Familien, die sich porträtieren lassen wollen, bekommen gegen die Produktionskosten und einer freiwilligen Spende das handsignierte Originalfoto.

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