Grillen

Kein offenes Feuer im Grünen

Über 400 Bußgeldbescheide

Über 400 Bußgeldbescheide

Foto: WR/Franz Luthe

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Düsseldorf. 440 Fälle, in denen unerlaubt im Naturschutz- oder Landschaftsschutzgebiet Feuer entzündet oder gegrillt wurde, sind im vergangenen Jahr beim Gartenamt der Stadt Düsseldorf angezeigt worden. Die Bußgelder, die in der Folge verhängt werden, liegen zwischen 25 und 2500 Euro. „Bei der Festsetzung der Höhe der Bußgelder werden Art und Gewicht der begangenen Ordnungswidrigkeit berücksichtigt“, erklärt das Amt.

Gründezernentin Helga Stulgies appelliert vor diesem Hintergrund an die Erholungssuchenden: „Ausflügler sind in den Natur- und Landschaftsschutzgebieten der Landeshauptstadt herzlich willkommen. Dennoch gilt es, dort bestimmte Regeln zu beachten, um Konflikte zwischen den Freizeit- und Naturschutzinteressen zu vermeiden. „Besonders an die wichtige Regel: ‘Kein Feuer im Naturschutzgebiet entzünden’ möchte ich noch einmal erinnern.“

In den Naturschutzgebieten ist es generell verboten Feuer zu machen, ganz gleich ob es sich um ein offenes Lagerfeuer oder ein Grillfeuer handelt. In den Landschaftsschutzgebieten wird das Grillen nur auf den Kiesbänken in einem Standgrill toleriert. Offenes Feuer und Grillen hingegen ist im Wald und am Waldrand bis zu einem Abstand von 100 Metern absolut untersagt, betont das Gartenamt.

Wer sich nicht ganz sicher ist, ob eine Fläche als Natur oder Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen ist, der kann im Internet nachsehen unter: www.duesseldorf.de/stadtgruen/landschaft. Auf der Seite ist ein Stadtplan hinterlegt.

Naturschutzgebiete für jeden offen

13 Naturschutzgebiete gibt es in Düsseldorf. Sie wurden ausgewiesen, zur Erhaltung wichtiger Lebensräume wildlebender Tiere und Pflanzen oder, um wissenschaftlich, landeskundlich, natur- oder erdgeschichtlich interessante Gebiete zu schützen. Dennoch sind die Naturschutzgebiete in Düsseldorf kein abgeschlossener Raum, sondern stehen dem Bürger als wertvolle und naturbelassene Erholungsgebiete zur Verfügung.

Zum Schutz der Naturschutzgebiete und zur Vermeidung von Konflikten zwischen den Freizeit- und Naturschutzinteressen setzt das Gartenamt auf Aufklärung. Deshalb wurden viele Naturschutzschilder – das sind grünumrandete Dreiecksschilder mit dem stilisierten Weißkopfadler – ergänzt durch Hinweisschilder, welche die Regeln in Wort und Bild auflisten.

Dadurch sollen Erholungssuchende vor Ort über die wichtigsten Verhaltensregeln aufgeklärt werden. Aber auch ohne diese Hinweise müssen die geltenden Regeln beachtet werden, mahn die Stadtverwaltung.

Spaziergänger müssen in Naturschutzgebieten auf den Wegen bleiben, sie dürfen keine Pflanzen abpflücken und müssen ihren Hund an der Leine führen. Es darf nicht gezeltet oder gecampt werden, das Ablagern und Wegwerfen von Abfall, Müll, Schutt oder Abraum aller Art ist verboten. Von März bis Oktober darf darüber hinaus im Wald nicht geraucht werden.

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