Klartext

Eine Kippa in der Stadt ist keine Provokation

Pascal Conrads findet, dass eine Kippa ganz selbstverständlich zu unserem Straßenbild gehört.

Pascal Conrads findet, dass eine Kippa ganz selbstverständlich zu unserem Straßenbild gehört.

Foto: Tobias Kaluza

Es sollte selbstverständlich sein, mit einer Kippa durch Düsseldorf laufen zu können.

Manche meinen, Walter Schuhen provoziere ganz bewusst, wenn er mit der Kippa durch Düsseldorf läuft, dies müsse doch nicht sein.

Ich aber sage: Nein, er zeigt Mut und zeigt Flagge für eine Sache, die völlig normal sein sollte. Allein die Idee, dass das Tragen einer Kippa eine Provokation sein könnte, ist völlig absurd! Wie auch Kopftücher ganz selbstverständlich zu unserem Straßenbild gehören, so sollte es vor dem Hintergrund wachsender jüdischer Gemeinden in Deutschland auch die Kippa sein. Ich freue mich, dass der Kippa tragende Walter Schuhen in unserem weltoffenen und toleranten Düsseldorf noch nie negative Erfahrungen gemacht hat. Ob es jetzt unbedingt ein reales Abbild ist, bleibt fraglich. Einmal die Kippa in der Stadt zu tragen, reicht da sicherlich nicht. Dennoch ist es ein Zeichen. Freude über die ausbleibende negative Erfahrung ist zudem eigentlich falsch, denn es sollte etwas vollkommen Normales sein.

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