Schule

Klassenausflüge zur Mahn- und Gedenkstätte bleiben gefördert

Archivbild: Schüler bei einem Besuch der Mahn- und Gedenkstätte in der Altstadt.

Foto: Katharina Gilles

Archivbild: Schüler bei einem Besuch der Mahn- und Gedenkstätte in der Altstadt. Foto: Katharina Gilles

Düsseldorf.   NRW-Stiftung übernimmt weiter Fahrtkosten für Klassenausflüge. Aber nur, wenn diese zu einem geförderten Natur- oder Kulturprojekt führen.

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Unter dem Titel „Heimat-Touren NRW“ übernimmt die NRW Stiftung mit Sitz in Düsseldorf auch 2018 die Fahrtkosten für Klassenausflüge, wenn diese zu einem von der Stiftung geförderten Natur- und Kulturprojekt führen.

Bei den Heimat-Touren geht es darum, so Stiftungspräsident Eckhard Uhlenberg, „NRW kennenzulernen“, da es ein „vielschichtiges Bundesland“ ist. 300 Ziele stehen dabei zur Auswahl, darunter in Düsseldorf das Naturkundemuseum im Schloss Benrath, die Biologische Station Düsseldorf/Mettmann, das Pflegemuseum in Kaiserswerth sowie die Mahn- und Gedenkstätte an der Mühlenstraße in der Altstadt, wo gestern der Auftakt für 2018 stattfand.

Nachhaltige Form des Lernens

Uhlenberg findet es wichtig, dass die Mahn- und Gedenkstätte ein Teil davon ist, da es „wichtig ist, an diese Zeit und daran zu erinnern, welche Schuld Deutschland auf sich geladen hat – gerade auch in Anbetracht der momentanen Lage.“

Für Wulf Bödeker vom NRW-Schulministerium ist das Projekt ein „unbürokratisches Instrument“. „Wenn man sagt: Klassenausflug klingt das erst einmal nicht nach viel. Aber diese Form des Lernens an anderen Lernorten ist viel nachhaltiger.“ Dabei gehe es auch darum, eine neue Form des Gedenkens zu entwickeln.

Schicksale begreifen

Auch Henriette Josten, Geschichtslehrerin der städtischen Realschule Benrath, nutzte am Dienstag die Chance mit den Schülern einer zehnten Klasse die Mahn- und Gedenkstätte zu besuchen. „In der 10. Klasse nehmen wir das Thema Nationalsozialismus durch. Dort sprechen wir über den Antisemitismus, aber auch über die Verfolgung von Menschen, die als anders gelten“, so die Lehrerin. In der Dauerausstellung der Mahn- und Gedenkstätte gibt es dabei für die Schüler die Möglichkeit, nicht nur zu erfahren, wie Historiker arbeiten, sondern auch Empathie zu entwickeln. „Die Schüler lernen hier, Schicksale von Jugendlichen nachzustellen und zu begreifen“, so Josten weiter.

Konkret heißt es, dass die Schüler in Gruppen jeweils eine Box bekommen. Darin befinden sich verschiedene Gegenstände wie etwa Schüsseln. Anhand dieser Gegenstände – und mit Hilfe der Dauerausstellung – sollen die Gruppen wiederum versuchen, eine Geschichte, ein Schicksal zu erzählen.

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