Fernsehen

Kölner sind sauer auf die Tatort-Macher

Die Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt, r) und Freddy Schenk (Dietmar Bär, l) ermitteln in Köln – und manchmal auch in Düsseldorf.

Die Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt, r) und Freddy Schenk (Dietmar Bär, l) ermitteln in Köln – und manchmal auch in Düsseldorf.

Foto: WDR

Düsseldorf.  Am Sonntag wird das Kölner Gereonskloster nach Düsseldorf verlegt – als Luxushotel. Es ist nicht das erste Mal, dass beim Tatort geschummelt wird.

Dass der Tatort sich nicht immer komplett authentisch am Leben echter Polizisten und Forensiker orientiert, ist bereits bekannt. Doch dass die Tatort-Macher das Kölner Gereonskloster in der Folge am morgigen Sonntag nun einfach nach Düsseldorf verlegen, ist auch den Kölnern zuviel des Guten. „Es ist nicht in Ordnung, wenn mit den Motiven so umgegangen wird“, sagte Roland Berger, Leiter der Stabsstelle Medien im Dezernat der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, dem Kölner Stadtanzeiger. Eine gewisse Authentizität müsse schon da sein, heißt es.

Kloster wandert von Köln nach Düsseldorf

Hintergrund: Die Kölner Kommissare Max Ballauf und Freddy Schenk wollen sich einen fadenscheinigen Düsseldorfer vorknöpfen, der ein Luxushotel in der Landeshauptstadt betreibt. Als die Kommissare dann vor dem Gebäude stehen wird aber dem Kölner, als auch dem Düsseldorfer, schnell klar: das ist weder ein Luxushotel, noch steht es in Düsseldorf. Tatsächlich handelt es sich um das Gereonskloster im Kölner Friesenviertel. Ein Zufall?

Wohl kaum: Wurde doch schon die Abtei Brauweiler einfach zur Kölner Universität umgetauft, das Kulturhaus „Forum“ in Leverkusen wird kurzerhand zu einer Kölner Schule. Die Leute sollen nur denken, der Tatort spiele in Köln, die Ansichten der Kölner spielen dabei keine Rolle, heißt es. Die Motivwahl habe ökonomische Gründe.

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