Stadtrat

Kritik am Düsseldorfer OB wegen seiner Alleingänge

Thomas Geisel stand am Donnerstag im verbalen Kreuzfeuer von CDU, FDP, Grünen.

Thomas Geisel stand am Donnerstag im verbalen Kreuzfeuer von CDU, FDP, Grünen.

Foto: Federico Gambarini / dpa

Düsseldorf.  CDU und die Ampel-Partner Grüne und FDP feuerten am Donnerstag im Stadtrat verbal gegen den Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD).

Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel musste sich in der Sitzung des Stadtrates am Donnerstag heftige Kritik gefallen lassen. Anlass waren die Vorwürfe von CDU, Grünen und FDP, nach denen Geisel in Alleingängen Entscheidungen träfe, die mit dem Rat oder anderen Gremien abgestimmt werden müssten.

Gibt es Geheim-Pläne für ein Foto-Museum?

So fragten die Grünen, ob es geheime Pläne der Landes- und Stadtspitze für ein Foto-Museum in Düsseldorf gebe. Geisel entgegnete, es gehe um ein Foto-Institut. „Düsseldorf ist im Bereich der Fotografie eine bedeutende Stadt, weswegen ich es als erstrebenswert erachte, ein solches Institut in der Stadt anzusiedeln”, erklärte Geisel. „Derzeit ist der Künstler Andreas Gursky in Gesprächen mit der Stadtspitze über die Realisierung eines solchen Institutes. Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat sich nach einem Gespräch mit Gursky für das Projekt eingesetzt.” Die zuständigen Gremien sollen einbezogen werden, sobald klar sei, ob es Bundes- oder Landesfördermittel geben werde, so der OB weiter.

Grüne: Gremien früher einbeziehen

Clara Gerlach (Grüne) kritisierte, dass die Gremien bei der Planung früher einbezogen werden müssten, um ein vernünftiges Konzept zu entwickeln. Eine ähnliche Kritik äußerte Monika Lehmhaus (FDP): Anlässlich einer Anfrage der CDU zur Namensgebung des neuen Schwimmbades an der Pariser Straße, warf sie dem Oberbürgermeister erneute Alleingänge vor. Geisel habe über den Namen „The Flow”, der ebenfalls viel Kritik einbrachte, eigenmächtig entschieden.

CDU warnt den OB vor weiteren Alleingängen

Die Stadtverwaltung ließ verlautbaren, dass die Namensgebung Sache der Bädergesellschaft sei. Thomas Geisel wies die Vorwürfe zurück und sagte, er sei nicht in die Namensgebung involviert gewesen. CDU-Fraktionschef Rüdiger Gutt wiederholte die Vorwürfe und warnte den Oberbürgermeister vor weiteren Alleingängen. Er habe doch bereits aus seinem gescheiterten Versuch, den Düsseldorfer Flughafen in „Johannes-Rau-Flughafen” umzubenennen, lernen müssen.

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