Kunst und Eisenbahngeschichte

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Die Gruppe Neanderart bietet kreative Kontraste zur Ausstellung der Bahnfans

Ein Bild von Ralf Buchholz zeigt auf rotem Grund ein Gestänge, wie man es vom Mikadospiel kennt. Auf zwei Stangen sitzen und balancieren kleine Modellbaufiguren. Besucher Juan Wiza (63) fühlt sich von dem Bild sofort angesprochen, es ist sein Favorit. Es ist in der Wechselausstellung im Lokschuppenmuseum zu sehen, die ein neues Konzept des Museumsvereins vorstellt. Wiza lobte die gesamte Präsentation: „Die Ausstellung ist sehr interessant und aussagekräftig.” Das Bild von Buchholz hat den Titel: „If you think it's over.”

Herbert Bander (70) sprach für den Veranstalter: „Die Dauerausstellung zeigt Eisenbahngeschichte und die Steilstrecke. Wir sind als Verein nicht nur interessiert, jeden zweiten und vierten Sonntag das Museum zu öffnen, sondern wollen das bereichern durch andere Gruppen. Wir fangen mit „Neanderart” an, um das hier zu beleben.” Der Eisenbahn- und Heimatmuseumsverein rechnete gestern mit 30 bis 50 Museumsbesuchern an diesem sonnigen Sonntag. Die Ausstellung war von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Für die Kunst-Ausstellung stehen eine Wand und drei Stellwände zur Verfügung. Damit die beiden Künstler ihre mehr als 33 Exponate zeigen können, greifen sie zu Tricks. Zwei Bilder stehen auf Staffeleien. Zwei sind in die Fensterkreuze gehängt. In einer Kiste kann man sich durch weitere kleine Formate blättern.

Künstlerin und Neanderartmitglied Katy Schnee (53) erklärt, wie es zur Schau im Lokschuppen kam: „Neanderart ist eine Künstlergruppe, die in Erkrath Kunst und Kultur fördern möchte.

Unsere erste gemeinsame Ausstellung war im Gymnasium vor zwei Wochen, jetzt können wir kostenlos hier im Lokschuppen ausstellen. Das ist großartig, weil Ausstellungsflächen sonst teuer sind.”

Die neue Gruppe ist kein Verein, hat aber bereits 24 Mitglieder innerhalb von zwei Monaten gewinnen können. Buchholz ist Initiator von „Neanderart” und freut sich über bereits elf kostenlose Ausstellungsgelegenheiten.

Iwona Sdunek zeigte im Lokschuppen asiatische Motive: einen Kalligrafen, weiße Tiger, einen Samurai. Ihr Kindheitstraum war eine Reise nach Japan. Bis nach Thailand und Singapur hat die Malerin es schon geschafft. Buchholz und Sdunek nannten ihre gemeinsame Ausstellung: „Various und Some People”. Ralf Buchholz hatte extra für den Ausstellungsort Collagen mit kleinen Spielzeugfiguren ausgewählt, wie man sie von Modelleisenbahnen kennt. Weitere Wechselausstellungen sind geplant. Die Museumssaison im Lokschuppen geht noch bis Oktober.

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