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Land NRW versteigert zwei eingezogene Luxus-Mercedes AMG

Werden am Mittwoch versteigert: der grüne Mercedes AMG GT R und der gold-farbene Mercedes SLS AMG, die vor einem Jahr von den Behörden eingezogen worden sind.

Werden am Mittwoch versteigert: der grüne Mercedes AMG GT R und der gold-farbene Mercedes SLS AMG, die vor einem Jahr von den Behörden eingezogen worden sind.

Foto: Alex Talash / Alex Talash (Archiv)

Düsseldorf/Hagen.  Das Land verkauft nach zwei Lamborghinis zwei weitere eingezogene Luxus-Autos, einen Mercedes AMG GT R und einen SLS AMG. „TÜV“ haben sie nicht.

Erneut kommen zwei Luxus-Sportwagen unter den Hammer, die vor einem Jahr bei einer Razzia in Hagen eingezogen worden sind. Am 6. November versteigert die Finanzverwaltung einen grünen Mercedes AMG GT R und einen gold-farbenen Mercedes SLS AMG zum Höchstgebot. Mindestens 66.800 beziehungsweise 72.000 Euro müssen Interessenten für die Sportwagen bieten.

Der grüne Benz scheint besser in Schuss zu sein: Das Coupé stammt aus dem September 2017, hat vier Liter Hubraum und leistet 430 KW. Der Wagen hat gerade mal 2657 Kilometer auf dem Tacho und ein Automatik-Getriebe.

Neue Besitzer der Sportwagen müssen erstmal zum TÜV

Der SLS AMG aus dem Jahr 2011 hat schon 47.198 Kilometer auf dem Buckel und ebenfalls ein Automatik-Getriebe. Der 6,2-Liter-Motor bringt es auf 420 KW. Schönheitsfehler des gold-farbenen Mercedes: Laut Inserat der Oberfinanzdirektion Düsseldorf hat das Fahrzeug Gebrauchsspuren, Karosserie- und Lackschäden.

Beide Fahrzeuge sind zwar laut Anzeige fahrbereit, neue Käufer müssen allerdings vor dem Gasgeben erstmal zum TÜV und eine neue Hauptuntersuchung machen.

Lamborghini Aventador und Huracan verkauft

Anfang Oktober hatte das Land Nordrhein-Westfalen bereits einen orangenen Lamborghini Aventador und einen violetten Lamborghini Huracan versteigert, die aus dem selben Fundus stammen. Der Erlös lag bei 218.000 Euro beziehungsweise 172.000 Euro. Der tatsächliche Kaufpreis lag dabei weit über dem Mindestgebot. Im Fall des Aventador war er sogar fast doppelt so hoch.

Gegen die früheren Besitzer der Fahrzeuge läuft seit Wochen vor dem Hagener Landgericht der sogenannte „Spielhallen-Prozess“. Den Angeklagten wird Steuerhinterziehung in Millionen-Höhe vorgeworfen. Die Fahrzeuge waren im Herbst des vergangenen Jahres bei einer Groß-Razzia gegen die Verdächtigen in Hagen beschlagnahmt worden. (sk)

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