Landeplatz sorgt für Diskussionen

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Langenfeld. Ein Hubschrauberlandeplatz in Reusrath? Das Vorhaben, das in weiten Teilen des Ortes auf eisige Ablehnung stößt, sorgt seit Wochen für hitzige Diskussionen. Der Langenfelder Unternehmer Gerhard Witte hat für seine Firma ControlExpert die Genehmigung eines solchen Landeplatzes beantragt. Der Hubschrauber soll auf dem Privatgrundstück des Mannes abheben und landen - konkret auf einer sechs mal sechs Meter großen Fläche. Doch die Anwohner fürchten nicht zuletzt um ihre Ruhe - und machen daher gegen den Landeplatz mobil.

Die Bezirksregierung Düsseldorf, die über die Sache entscheiden muss, hat nun eine Stellungnahme der Stadt Langenfeld eingeholt. Darin zeigt Bürgermeister Frank Schneider einerseits Verständnis für unternehmerische Belange - Mitarbeiter der Firma müssen manchmal sehr schnell bei Kunden sein, ein Hubschrauberlandeplatz schafft da die nötige Flexibilität - andererseits weiß Schneider aber auch um die Bedürfnisse der Bürger nach Ruhe und Erholung. Letzteres nimmt der Bürgermeister zum Anlass, Witte persönlich einen Brief zu schreiben. Darin heißt es: „Ich bitte Sie zu prüfen, ob Sie das Antragsverfahren unterbrechen können, um ernsthaft nach einem anderen Standort für einen Landeplatz zu suchen.“

Sollte der Landeplatz dennoch von der Bezirksregierung genehmigt werden, tritt die Stadt dafür ein, das s die Zahl der Starts auf maximal 100 im Jahr begrenzt wird. Das würde im Schnitt zwei Starts in der Woche entsprechen. Bei einer Dauer von etwa drei Minuten pro Start und Landung würde sich die Lärmbelästigung durch Hubschraubergeräusche auf knapp 15 Minuten pro Woche belaufen. Die Flüge sollten nur tagsüber erfolgen, eine künftige Steigerung der Flugbewegungen lehnt die Stadt Langenfeld ab.

Für den Fall, dass die Bezirksregierung für den Landeplatz grünes Licht gibt, will die Stadt Langenfeld das hinnehmen - das jedenfalls kündigt Bürgermeister Schneider an. „Ein Hubschrauber-Landesplatz ist sicherlich eine außergewöhnliche Maßnahme, die nicht zu den alltäglichen Vorhaben Langenfelder Unternehmer zählt“, schreibt Schneider in seiner Stellungnahme. Wenn eine Firma mit mehr als 300 Mitarbeitern aber einen solchen Platz für einen reibungslosen Geschäftsablauf benötigt und beantragt, dann sei dies, so Schneider, „zu prüfen und bei einer Genehmigung durch eine übergeordnete Behörde zu akzeptieren.“

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